Hamburg

Messer-Angriff, Sturz aufs Gleis und eine hilflose Rentnerin

Betrunkene haben an Hamburgs Bahnhöfen für Aufsehen gesorgt. Ein Polizist wurde verletzt. Höchstwert: 3,13 Promille.

Hamburg. Die Bundespolizei hatte in den Tagen vor Heiligabend an Hamburgs Bahnhöfen vermehrt mit den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums zu kämpfen. Innerhalb von 24 Stunden mussten Beamte mehrfach ausrücken, um Betrunkene zum Ausnüchtern in Gewahrsam zu nehmen. Ein Polizist wurde dabei verletzt, ein Mann kam mit 3,13 Promille ins Krankenhaus. Die "Promille-Einsätze" der vergangenen Tage:

Bereits am Freitagmorgen hatte ein Passant der Bundespolizei einen Mann gemeldet, der offenbar hilflos vor einer Bäckerei im Bahnhof Altona lag. Beamte stützten den 57-Jährigen gegen 8.50 Uhr auf dem Weg zum Revier und brachten ihn zum Ausnüchtern in eine Zelle. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,41 Promille.

Mann kommt mit 3,13 Promille ins Krankenhaus

In der Nacht zu Sonnabend weckten Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn einen 42-Jährigen im Hauptbahnhof auf. Wütend zückte dieser ein Küchenmesser und bedrohte die Mitarbeiter. Eine angeforderte Streife der Polizei nahm den Betrunkenen (1,75 Promille) vorläufig fest, stellte das Messer sicher und leitete ein Strafverfahren ein,

Eine Stunde später nahmen Polizisten einen 27-Jährigen am Hauptbahnhof in Gewahrsam. DB-Sicherheitsmitarbeiter hatten zuvor beobachtet, wie der Mann mehrere Personen belästigte und unkontrolliert um sich schlug. Wegen des hohen gemessenen Promille-Werts von 3,13 alarmierten die Beamten gegen 4 Uhr einen Rettungswagen, der den Mann in ein Krankenhaus brachte.

Reeperbahn: 21-Jähriger verletzt Polizisten

Um 5.20 Uhr verletzte ein 21-Jähriger an der S-Bahnhaltestelle Reeperbahn einen Bundespolizisten. Der junge Mann (1,14 Promille) hatte sich verbale Auseinandersetzungen mit Passanten am Bahnsteig geliefert, wollte sich den anwesenden Bundespolizisten aber nicht ausweisen und trat um sich. Dabei wurde ein Beamter an der Hand verletzt. Gegen den 21-Jährigen wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Ein junger Mann hatte am S-Bahnhof Sternschanze großes Glück: Der 25-Jährige stürzte gegen 7.20 Uhr auf ein Gleis und war nicht mehr dazu in der Lage, eigenständig auf den Bahnsteig zu gelangen. Ein S-Bahnfahrer entdeckte den Mann und alarmierte eine Streife der Bundespolizei, die dem Betrunken (1,64 Promille) aus dem Gleis half. Der Mann blieb unverletzt und kam zum Ausnüchtern in eine Gewahrsamszelle des Reviers am Hauptbahnhof.

Am Sonnabendvormittag halfen besorgte Fußgänger einer betrunkenen 75-Jährigen am Bahnhof Altona zum Polizeirevier. Die Frau habe ihren Weg nicht alleine fortsetzen können, teilten die Beamten mit und fanden heraus, dass die Rentnerin in einem Alten- und Pflegeheim lebte. Nach einem Alkoholtest (1,66 Promille) wurde die Frau per Taxi zurück in die Einrichtung gebracht.