Hamburg

Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung stellt Pläne vor

Der Kuratoriumsvorsitzende Peer Steinbrück

Der Kuratoriumsvorsitzende Peer Steinbrück

Foto: Andreas Laible / HA

Die Stiftung will die Erinnerung an einen großen Staatsmann lebendig halten. Neue Website seit heute online.

Hamburg. Die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung ist zwei Jahre nach dem Tod des Politikers online gegangen. Auf der Website www.helmut-schmidt.de wird ab sofort über aktuelle Vorhaben der Stiftung informiert, wie Kuratoriumsvorsitzender Peer Steinbrück am Donnerstag in Hamburg sagte. Zugleich bietet der Online-Auftritt Fotos, Videos und Informationen über den beliebten Sozialdemokraten, der am 23. Dezember 99 Jahre alt geworden wäre. Vertreten sind auch eine Zitatensammlung, ausgewählte Karikaturen und ein ständig aktualisiertes Medienecho.

Die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung war am 1. Januar 2017 vom Deutschen Bundestag gegründet und mit Bundesmitteln von jährlich 2,5 Millionen Euro ausgestattet worden. Jetzt fand in Hamburg ihre erste Pressekonferenz statt. "Die Stiftung hat den Auftrag, die Erinnerung an einen großen Staatsmann lebendig zu halten", sagte Steinbrück. Zugleich solle sie als "zukunftsorientierte Denkfabrik" fungieren, um die Hauptthemen Schmidts weiter zu diskutieren. Laut Steinbrück sind dies der Zusammenhalt Europas, die globalen Märkte samt der sozialen Gerechtigkeit sowie die Krisen der offenen Gesellschaften mit zunehmendem Populismus von rechts und links.

Foto-Ausstellung im kommenden Jahr geplant

Zum Stiftungskuratorium gehören neben dem Vorsitzenden Peer Steinbrück die Tochter des Altkanzlers, Susanne Schmidt, die Journalisten Sandra Maischberger und Giovanni di Lorenzo sowie die Hamburger Bundestagsabgeordneten Dirk Fischer (CDU) und Johannes Kahrs (SPD).

Am Hauptsitz der Stiftung im Hamburger Helmut-Schmidt-Haus ("Die Zeit") soll Ende 2019 eine Dauerausstellung über «Helmut Schmidt und seine Zeit» eröffnet werden. Zum 100. Geburtstag des Altkanzlers am 23. Dezember 2018 ist eine Foto-Ausstellung geplant. Für die wissenschaftliche Forschung wird das ehemalige Wohnhaus der Familie Schmidt in Hamburg-Langenhorn als Archiv zugänglich gemacht. Dort dokumentieren 2.800 Aktenordner, 25.000 Bücher und Fotoalben das Leben des Politikers. Dafür ist eine enge Zusammenarbeit mit der privaten Loki-und-Helmut-Schmidt-Stiftung vorgesehen.