Hamburg

Beziehungsdrama in Bramfeld? Frau stirbt im Krankenhaus

Ein 43-Jähriger soll zunächst auf seine Partnerin eingestochen und dann versucht haben, sich umzubringen. Die Mordkommission ermittelt.

Hamburg. Tragisches Beziehungsdrama am Mützendorpsteed in Bramfeld. Dort ermittelte die Mordkommission, nachdem ein Paar mit schweren Messerstichverletzungen in einer Wohnung entdeckt wurde. Die Frau verstarb im Krankenhaus. Der Mann wurde gerettet.

Ermittler gehen davon aus, dass der Mann die Frau niederstach und anschließend seinem Leben ein Ende setzen wollte. Vorher hatte er noch die gemeinsame Tochter, die heute zwei Jahre alt geworden ist, zu Nachbarn gebracht. Mit seiner kleinen Tochter stand der 43 Jahre alte Iraner am Donnerstagvormittag vor der Tür seiner Nachbarn. Er übergab ihnen das Kind und bat darum, die Polizei zu rufen. Dann verschwand er wieder in seiner Wohnung.

Die Frau lag leblos auf einem Teppich

Kurz darauf eintreffende Polizeibeamte machten eine furchtbare Entdeckung. Die Frau lag leblos auf einem Teppich. Sie war durch Messerstiche schwerst verletzt. Der Mann, er soll im Badezimmer gelegen haben, hatte ebenfalls schwere Verletzungen durch einen Messerstich in den Hals. Rettungskräfte kümmerten sich um den Mann und die Frau. Dann wurden sie unter Notarztbegleitung in Krankenhäuser gebracht. Die Frau erlag schon kurz nach der Einlieferung ihren Verletzungen. Der Mann ist mittlerweile außer Lebensgefahr. Er bleibt weiter stationär im Krankenhaus und wird dort von der Polizei bewacht.

Was sich in der Dachgeschosswohnung des dreigeschossigen Rotklinkergebäudes genau abgespielt hatte, war zunächst unklar. Die Polizei sicherte über mehrere Stunden Spuren. Anwohner wurden befragt. Zudem suchten Beamte die Umgebung ab. Bei der Polizei geht man davon aus, dass der Mann die Frau niederstach, die gemeinsame Tochter zu den Nachbarn brachte und anschließend versuchte, sich das Leben zu nehmen.

Das Motiv für die Tat liegt im Dunkeln

Der 43-jährige Alireza S. und die 35-Jährige waren nicht verheiratet. Anwohner beschrieben das Pärchen als freundlich, aber reserviert. Ob und was das kleine Mädchen von der Tat mitbekommen hat, ob es miterleben musste, wie seine Mutter niedergestochen wurde, ist noch unklar. Auch das ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Das kleine Mädchen wurde von der Polizei in Obhut genommen und anschließend durch Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams des Roten Kreuzes betreut. Es dürfte dem Kinder- und Jugendnotdienst übergeben werden, der sich um eine Unterbringung des kleinen Mädchens kümmert.