FBI-Ermittlungen

Linke kritisiert Hamburgs Altbürgermeister Ole von Beust

Peter Ulrich Meyer
Der frühere CDU-Bürgermeister Ole von Beust

Der frühere CDU-Bürgermeister Ole von Beust

Foto: Marcelo Hernandez

Recherchen hatten ergeben, dass Ole von Beust den kanadischen Glücksspielkonzern The Stars Group berät.

Hamburg. Der Linken-Bundestagsabgeordnete Fabio de Masi hat das neue berufliche Engagement von Altbürgermeister Ole von Beust (CDU) scharf kritisiert. „Ole von Beust vergoldet sein Adressbuch für Gesetzesbrecher und Steuerflüchtlinge und unterminiert den Glücksspielvertrag der Länder, der vor Sucht schützen soll“, sagte de Masi.

FBI ermittelt

Wie berichtet, hatten Recherchen von NDR und „Süddeutscher Zeitung“ ergeben, dass die Ole von Beust Consulting Group GmbH den kanadischen Glücksspielkonzern The Stars Group berät. Zu dem Unternehmen, das in der Steueroase Isle of Man in der Irischen See registriert ist, gehört der Anbieter Pokerstars. Dessen Angebote zielen auch auf deutschen Markt. Pokerstars hat nur für Schleswig-Holstein eine Lizenz. Damit soll es sich im übrigen Deutschland um ein nicht lizenziertes, illegales Glücksspiel handeln.

„Gegen Pokerstars ermittelt das FBI wegen illegalen Glücksspiels. Der mutmaßlich auf der Ilse of Man lebende Gründer Isai Scheinberg wird per Haftbefehl gesucht“, sagte de Masi. Von Beust hatte noch vor einem Jahr vor sogenannten Schwarzlotterien gewarnt, wollte sich aber laut NDR nicht zu seinem Engagement äußern.

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