Logistik

Der Smart als Paket-Briefkasten in Hamburg

Ein Liefery-Bote
in Hamburg steckt
Sendungen in einen Smart

Ein Liefery-Bote in Hamburg steckt Sendungen in einen Smart

Foto: Daimler

Kunden können ab sofort in Hamburg Sendungen in den Kofferraum legen lassen. Benachrichtigung der Zustellung per App.

Hamburg.  Hamburger Smart-Fahrer haben eine neue Möglichkeit, ihre Pakete zu erhalten. Anstatt die Sendung nach Hause oder ins Büro zu adressieren, können sie ihr Auto als Zustellort angeben. Die Daimler-Marke startet dafür ab sofort in Hamburg einen Pilotversuch in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Liefery, das mehrheitlich zur Hermes Logistik Gruppe mit Sitz in der Hansestadt gehört, teilten die Kooperationspartner am Donnerstag mit.

Das Projekt „smart ready to drop+“ basiert auf einer Smartphone-Anwendung. Und so funktioniert es: Der Kunde kauft wie gewohnt bei einem Onlineshop wie zum Beispiel Zalando ein. Als Zustelladresse gibt er dann „smart HUB Hamburg“ ein. Damit wird das Paket an das Verteilzentrum von Liefery an der Schnackenburgallee geschickt. Als zweiten Teil der Lieferadresse gibt er seine individuelle Kofferraum-ID ein.

Benachrichtigung per App

Wenn die Pakete im Liefery-Zwischenlager angekommen sind, wird der Kunde darüber informiert. Für die Auslieferung wählt er ein Datum und drei über den Tag verteilte Zeitfenster. Zudem gibt er den Standort des Autos an. Das kann das Zuhause, der Arbeitsplatz oder das Fitnessstudio sein. In der „Dropzone“ gibt er ein, in welchem Umkreis zum Standort sich der Smart befindet.

Im nächsten Schritt generiert der Kunde eine TAN. Mit dieser und dank einer unter der Frontscheibe liegenden „Connectivity Box“, die bei jüngeren Smarts Standard ist, kann der Liefery-Zusteller den Kofferraum ohne Schlüssel öffnen. Er legt das Paket hinein und verschließt das Auto wieder. Seine Zugangsberechtigung erlischt umgehend, der Smart-Fahrer wird per App automatisch über die erfolgreiche Zustellung informiert. Während der mehrmonatigen Pilotphase soll die Zustellung kostenlos sein. Offen ließen die Firmen, wie viele Smart-Fahrer den Service in Hamburg nutzen können.