Altona

CDU: Mit Bürgern Radspur an der Elbchaussee planen

Altona. „Nachdem die rot-grünen Radwegeträume am Övelgönner Elbstrand am Widerstand der Altonaer gescheitert sind, ist jetzt die Zeit gekommen, um über bessere Alternativen unter Beteiligung der Öffentlichkeit nachzudenken“, sagt Tim Schmuckall, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Altona. Geht es nach den Christdemokraten, soll bereits Anfang kommenden Jahres mit einer Bürgerbeteiligung in Form von Workshops und Onlinebefragungen für die geplante Umgestaltung der Elbchaussee begonnen werden. Einen entsprechenden Antrag stellt die CDU in der Bezirksversammlung am 30. November.

Hintergrund: Bereits der Planungsentwurf für einen neuen Radweg entlang des Övelgönner Elbstrandes hatte heftigen Widerstand hervorgerufen. Bei einem Bürgerentscheid stimmten 79,38 Prozent dagegen. Die Pläne wurden begraben, allerdings ändert das nichts an dem Problem, das die neue Radroute lösen sollte. Denn im Bereich Övelgönne ist der bestehende Weg so schmal, dass dort aus Sicherheitsgründen Radfahrer schieben müssen. Daran halten sich nur wenige, was regelmäßig zu Konflikten führt. Betroffene und Politiker setzen ihre Hoffnungen nun in die beschlossene neue Radspur auf der Elbchaussee. Der Bau verzögert sich aber aufgrund nötiger Tiefbauarbeiten durch Hamburg Wasser. Vor 2020 rechnet die Verkehrsbehörde nicht mit einem Baustart.

Trotzdem sehen die Christdemokraten jetzt Handlungsbedarf. „Aufgrund der Länge und des bisherigen Charakters der Elbchaussee wird eine Neuordnung der Verkehrsströme kompliziert werden“, so Schmuckall. Um eine einvernehmliche Lösung für alle Verkehrsteilnehmer sowie Anwohner hinzubekommen und einen erneuten Widerstand zu vermeiden, will die CDU frühzeitig den Beteiligungsprozess beginnen. „Ohne eine umfassende Beteiligung wird eine derart umfangreiche Neuplanung der Elbchaussee nicht erfolgreich sein“, so Schmuckall.

( krk )

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