Zonta-Clubs

Warum Hamburgs Wahrzeichen orange leuchteten

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Friederike Ulrich

Weltweit beteiligen sich viele Städte an der Kampagne „Orange your City“. Die Aktion startete am Sonnabendabend.

Hamburg. Der Michel, die Fischauktionshalle, das Hotel Hafen Hamburg, die Spielbank – am Sonnabend wurden mehrere Hamburger Gebäude stimmungsvoll in Orange erleuchtet. Das hatte aber nichts mit dem Näherrücken der Vorweihnachtszeit zu tun. Mit der Aktion „Orange your City“, an der sich viele Städte weltweit beteiligen, soll vielmehr ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen gesetzt werden.

Initiiert wurde sie von den Zonta-Clubs, von denen in Hamburg fünf Gruppen aktiv sind. 1919 in den USA gegründet, setzt sich Zonta mit aktuell rund 30.000 Mitgliedern dafür ein, die Stellung der Frauen zu verbessern, sie zu fördern und Gewalt gegen Frauen zu verhindern. Weltweit erfahren nach einer Statistik der Weltgesundheitsorganisation WHO 35 Prozent aller Frauen Gewalt. Im Durchschnitt wird also jede dritte Frau Opfer einer Gewalttat, einer Vergewaltigung oder eines Angriffs.

Auch viele Bäckereien beteiligen sich an der Aktion

„Viel zu oft werden Frauen noch immer gedemütigt, auch hier in Hamburg. Deshalb danke ich den Hamburger Zonta-Clubs für die Umsetzung der Aktion und für ihren Einsatz gegen Gewalt an Frauen“, sagt Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank (Grüne), die die Schirmherrschaft für die Kampagne übernommen hat. Neben den oben genannten Gebäuden leuchten in Hamburg auch St. Katharinen, St. Petri, das Hapag-Lloyd-Gebäude, das Lighthouse in der HafenCity, der Germanische Lloyd und das Wäschehaus Möhring in Orange.

Begleitet wird die Aktion von vielen Hamburger Bäckern. Sie reichen zur Aktion Brötchentüten mit dem Aufruf „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ über die Ladentheke. Auf der Verpackung stehen auch die Adressen von Beratungsstellen.

Die fünf Hamburger Zonta-Clubs haben jeder ihre eigenen Projekte. Dazu gehören die Förderung von Mädchen mit Migrationshintergrund, die Hilfestellung für wohnungslose Frauen und die Unterstützung von alleinerziehenden Studierenden auf ihrem Weg zum Studienabschluss.

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