Verkehr

Jeder Zehnte ist ein Blender. Und wie schneidet Hamburg ab?

Korrekt eingestellte Scheinwerfer sind wichtig, um andere Autofahrer und Passanten nicht zu blenden

Korrekt eingestellte Scheinwerfer sind wichtig, um andere Autofahrer und Passanten nicht zu blenden

Foto: dpa

Es kommt nicht auf die Größe, sondern auf die richtige Einstellung an. Zahlen aus dem aktuellen Licht-Report der Verkehrswacht.

Hamburg. Jetzt es ist amtlich: Jeder dritte Pkw in Deutschland fährt mit mangelhaftem Autolicht, jeder zehnte blendet andere Verkehrsteilnehmer. Das ist schlimm gerade jetzt, wo es früher dunkel wird. Ganz oben auf der Mängelliste, die von der Deutschen Verkehrswacht für das gesamte Bundesgebiet vorgelegt wurde, stehen die falsch eingestellten Hauptscheinwerfer.

Im Vergleich der Bundesländer schneidet Sachsen-Anhalt am schlechtesten ab: Von allen Fahrzeugen, die Eingang in die Statistik für den "Licht-Test 2017" fanden, waren 46,6 Prozent mangelhaft. Überdurchschnittlich hohe Mängelquoten bei der Lichteinstellung haben darüber hinaus Brandenburg (38,2 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (36,8 Prozent) und Schleswig-Holstein (36,3 Prozent). Am besten wurde in Thüringen getestet (Mängelquote: 16,2 Prozent), gefolgt von Berlin (22,1 Prozent) und Hamburg (22,2 Prozent). Während in Sachsen-Anhalt jedes zweite Auto Lichtmängel hat, ist es in Hamburg nur jedes fünfte. So schlecht sind die Hanseaten also doch nicht: Hanseatisches Understatement schließt Blenden beim Autofahren häufig aus.

So verlief der Licht-Test

Meisterbetriebe der Kfz-Innungen hatten im Oktober an mehreren Millionen Fahrzeugen die Beleuchtungen überprüft. Insgesamt 90.000 dieser Tests flossen in die von Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) und Deutscher Verkehrswacht (DVW) veröffentlichte Statistik ein. Die Bilanz: An 32,7 Prozent der Pkw wurde die Lichtanlage beanstandet. Damit hat sich die Anzahl der Fahrzeuge mit Mängeln im Vergleich zu 2016 um 0,7 Prozentpunkte verschlechtert.

( esh )

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