Auszeichnung

Dieser Hamburger ist Deutschlands Professor des Jahres

Matthias Jacobs (52) lehrt seit 2005 an der Bucerius Law School

Matthias Jacobs (52) lehrt seit 2005 an der Bucerius Law School

Foto: Ronald Frommann / Bucerius Law School

Matthias Jacobs von der Bucerius Law School ist bei den Studierenden so beliebt, dass die für seinen Verbleib gestreikt haben.

Hamburg.  Matthias Jacobs von der Bucerius Law School in Hamburg ist Deutschlands Professor des Jahres 2017. Die Unicum-Stiftung verlieh dem 52-Jährigen die renommierte Auszeichnung in der Kategorie Wirtschaftswissenschaften/Jura. Jacobs lehr an der privaten Hochschule seit 20005 Bürgerliches Recht, Arbeits- und Zivilprozessrecht.

„Die Jury war nicht nur von der hohen Zahl an Nominierungen für Professor Jacobs beeindruckt, sondern auch von den außerordentlich positiven Kommentaren vieler Studierender oder dem für ihn veranstalteten ‘Streik’ seiner Studenten, mit dem ein auswärtiger Ruf abgewehrt wurde“, heißt es in der Begründung. Dem gebürtigen Wiesbadener Jacobs sei es nicht nur gelungen, das Interesse seiner Studierenden auf das Arbeitsrecht zu lenken, indem er Praktiker des Arbeitsrechts zu Vorträgen einlädt und arbeitsrechtliche Exkursionen anbietet. Er habe damit auch „den Beweis erbracht, dass ein juristisches Studium an der Universität selbst stattfinden kann und der externen Prüfungsvorbereitung nicht bedarf. Damit hat er ein bemerkenswertes Beispiel auch für andere Fakultäten erbracht, das Schule machen sollte.“

Jacobs lehnte zwei Rufe ab

Jacobs lehnte 2007 einen Ruf der Universität Erlangen-Nürnberg und 2011 einen Ruf der Universität Heidelberg ab. 2014 erhielt er den „Preis für hervorragende Lehre“ der Bucerius Alumni, einer Vereinigung ehemaliger Studierender der Hochschule. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.

Für den Wettbewerb Professor des Jahres waren mehr als 2000 Nominierungen eingegangen. In den anderen drei Kategorien ging der erste Preis an den Leipziger Orgelprofessor Martin Schmeding (Geistes-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften), Heike Kielstein von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Medizin/Naturwissenschaften) und Sven Carsten Lange von der Hochschule Emden/Leer (Ingenieurwissenschaften/Informatik).

Die Jury stützte ihr Urteil den Angaben nach unter anderem auf Fragebögen unter Studenten, Kollegen und Mitarbeitern sowie auf Referenzen und erzielte Nominierungen. Die Auszeichnungen sind undotiert, werden zum zwölften Mal vergeben und im Laufe des Wintersemesters 2017/18 an den jeweiligen Hochschulen überreicht.