Hamburg

Wiedereröffnung des Hamburger Fernsehturms rückt näher

Eine Frau und ein Mann schauen auf den Hamburger Fernsehturm.

Eine Frau und ein Mann schauen auf den Hamburger Fernsehturm.

Foto: dpa

Aussichtsplattform und Dreh-Restaurant des „Telemichels“ sind seit 2001 geschlossen. Pläne zur Wiedereröffnung werden konkreter.

Hamburg.  Die Wiedereröffnung des seit 2001 für die Öffentlichkeit geschlossenen Hamburger Fernsehturms rückt näher. In einem „Letter of Intent“ haben sich die Deutsche Funkturm GmbH, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Hamburger Senat auf die konkrete Kosten- und Aufgabenteilung bei der Renovierung der öffentlich zugänglichen Bereiche des Hamburger Wahrzeichens verständigt, wie die Kulturbehörde am Dienstag mitteilte.

„Mit der Sanierung und Wiedereröffnung des Fernsehturms wird dieses beeindruckende Denkmal der Technik- und Architekturgeschichte endlich wieder seiner ursprünglichen Doppelfunktion als Fernmelde- und Aussichtsturm im Herzen der Stadt gerecht“, sagte Kultursenator Carsten Brosda (SPD). „Mit der Vereinbarung sind wir der Revitalisierung des Fernsehturms einen großen Schritt näher gekommen“, sagte Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer der Funkturm GmbH, der Besitzerin des Turms. Parallel zur Bauplanung werde nun ein geeigneter Betreiber gesucht.

Bund und Stadt beteiligen sich an Betriebskosten

Beide Plattformen sollen saniert und wieder für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Hierzu seien auch umfangreiche Arbeiten am Turmschaft und an der Aufzugstechnik des „Telemichels“ erforderlich. Außerdem sei ein Eingang am Fuß des Turms geplant. Bund und Stadt Hamburg zahlen jeweils 18,5 Millionen Euro für die Sanierung. Das letzte Wort hat allerdings die Hamburgische Bürgerschaft, die die Summe letztendlich freigeben muss. Das soll geschehen, wenn belastbare Kostenschätzungen vorliegen, teilte die Kulturbehörde mit.

Kosten, die über diese im Rahmen einer Machbarkeitsprüfung ermittelte Summe hinausgehen, trage die Funkturm GmbH. Diese verpflichte sich zudem, den Turm mindestens 20 Jahre offen zu halten. An den anfallenden Betriebskosten werden Bund und Stadt sich nach Angaben der Kulturbehörde nicht beteiligen.