Architektur

Wohnbau-Preis für drei Projekte in Hamburg

Axel Tiedemann
Das Studentenwohnheim Woodie steht
in Wilhelmsburg

Das Studentenwohnheim Woodie steht in Wilhelmsburg

Foto: Sauerbruch Hutton

Hamburger Architektur Centrum kürt herausragende Gebäude in der Hansestadt. Schirmherrschaft hat Dorothee Stapelfeldt.

Hamburg.  Vor nun sechs Jahren hat der Senat sein ehrgeiziges Wohnungsbauprogramm gestartet, mehr als 70.000 neue Wohnungen haben die Behörden seitdem genehmigt. Ob aber alle architektonischen Ansprüchen genügen, erscheint manchmal fraglich. Das Hamburger Architektur Centrum würdigt daher aus seiner Sicht besonders gelungene Beispiele mit einem Wohnbau-Preis, der nach drei Jahren am Donnerstag wieder verliehen worden ist und auch durch auswärtige Experten bestimmt wird.

Die Schirmherrschaft für den Preis hat Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD), Jurymitglieder sind die Wiener Architektin Bettina Götz, der Frankfurter Planer Till Schneider sowie Hamburgs ehemaliger Oberbaudirektor Jörn Walter. Das dreiköpfige Gremium hat in diesem Jahr nun drei „gleichwertige“ Projekte gewürdigt: Zum einen das neue Studentenwohnheim Woodie, das aus vorgefertigten Holz-Elementen in Wilhelmsburg entstanden ist.

Neue Entwicklungsstufe

Der Bau zeige eine neue Entwicklungsstufe im seriellen Wohnungsbau, urteilte die Jury. Eine flexible Erweiterung der Module ermögliche es, auf gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren. „Hervorragende Architektur“ und moderate Baukosten durch den Einsatz von Holz lobte die Jury auch. Geplant wurde das Haus vom Büro Sauerbruch, Hutton in Berlin.

Einen Preis gab es auch für das Pestalozzi-Quartier auf St. Pauli, das vom Hamburger Büro Renner Hainke Wirth Architekten entworfen wurde. Die Jury spricht hier von einer friedlichen, familiengerechten und „wohnlichen Oase“ in einem aufregenden Quartier. Auch die gelungene Umnutzung von vorhandenen Schulgebäuden wertete die Jury in diesem Fall als beispielhaft und preiswürdig.

Gelungener Spagat

Preiswürdig erschien der Jury auch das Projekt „Wohnen am Kiwittsmoor-Park“ an der Tangstedter Landstraße. von den Büros j.h. haase und tun-Architektur Tommy Müller/Nathalie Dudda Partnergesellschaft. Hier sei in einer kleinen Siedlung ein Spagat zwischen notwendiger Verdichtung und Bewahrung des städtebaulichen Charakters besonders gelungen.

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