Hamburg

Alarm nach angeblichem Schuss

Frau wählte in Dulsberg den Notruf. Polizei fand aber weder Täter noch Projektil

Hamburg. Ein rätselhafter Notruf hat am Sonnabendnachmittag in Dulsberg Feuerwehr und Polizei in Alarm­bereitschaft versetzt. Eine Frau – ihr Alter wird auf 50 bis 60 Jahre geschätzt – gab am Telefon an, gegen 15.35 Uhr vor einem Kiosk am Alten Teichweg plötzlich beschossen worden zu sein. Als die Rettungskräfte mit einem Großaufgebot eintrafen, konnten sie bei ihr keine blutenden Wunden feststellen.

Die Jacke wies allerdings Spuren auf, die auf einen Beschuss schließen lassen könnten. Auch auf der Haut fand sich ein Abdruck. Ersten Ermittlungen zufolge könnte das Opfer mit einer Zwille beschossen worden sein. Es wurde aber kein Geschoss sichergestellt.

Die Frau wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Sie stand zunächst unter Schock und war nicht vernehmungsfähig, konnte aber später wieder entlassen werden. Weitere Angaben zu der angeblichen Tat konnte sie nicht machen. Auch gibt es bislang keine weiteren Zeugen.

Die Polizei war mit acht Streifenwagen im Einsatz und suchte die Umgebung um den potenziellen Tatort ab – ohne Erfolg. Der Ring 2 wurde in Richtung City Nord für knapp eine Stunde gesperrt, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Die Fahndung nach dem möglichen Täter und der Waffe dauert an, dass eine Feuerwaffe benutzt wurde, kann aber ausgeschlossen werden. „Wir ermitteln wegen gefährlicher Körperverletzung“, sagte ein Polizeisprecher.