Volksdorf

Farbanschlag auf ein Haus des SPD-Fraktionschefs

SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Dressel

SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Dressel

Foto: Roland Magunia / HA

In einem Bekennerschreiben wird ein Zusammenhang mit dem G20-Gipfel im vergangenen Juli in Hamburg hergestellt.

Hamburg.  Unbekannte haben einen Farbanschlag verübt, der dem SPD-Fraktionsvorsitzenden in der Hamburgischen Bürgerschaft, Andreas Dressel, gelten sollte. Sie bewarfen ein Haus in Volksdorf, das dem Politiker gehört. Die Täter dürften militante Linksextremisten sein. In einem Bekennerschreiben, das im Internet veröffentlicht wurde, wird ein Zusammenhang mit dem G20-Gipfel im vergangenen Juli in Hamburg hergestellt.

Die Tat ereignete sich offenbar schon vor fünf Tagen. Am Mittwochmorgen wurde entdeckt, dass mehrere mit roter Farbe gefüllte Weckgläser gegen das Einfamilienhaus geworfen worden waren. Es entstand Sachschaden an der Fassade. Die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen übernommen.

SPD reagiert kämpferisch

„Diese Aktion reiht sich ein in alle europaweiten Aktionen gegen die Repressionen im Zuge von G20“, steht im Bekennerschreiben in Anspielung auf die noch in Untersuchungshaft befindlichen Krawallmacher, die während des Gipfels nach Straftaten von der Polizei festgenommen wurden. SPD-Fraktionschef Andreas Dressel, der in dem Bekennerschreiben „Schattenbürgermeister“ genannt wird, sei zum Ziel des Farbanschlags geworden, weil er sich „wie andere an der Hetze nach dem Gipfel beteiligt“ habe.

Der Sozialdemokrat Andreas Dressel selbst wollte die Tat nicht kommentieren, weil er sie nicht aufwerten wolle. Aus Fraktionskreisen der SPD hieß es: „Wenn die glauben, dass sie uns mit solchen Taten auch nur einen Millimeter vom Kurs abbringen, haben die sich geschnitten.“