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Verhandlungen für das Milliardenprojekt Elbtower starten

So könnte die Hochhausbebauung an den Elbbrücken aussehen (Simulation)

So könnte die Hochhausbebauung an den Elbbrücken aussehen (Simulation)

Foto: HafenCity GmbH

Die HafenCity Hamburg GmbH hat die Bestbieter für das spektakuläre Milliardenprojekt an den Elbbrücken ausgewählt.

Hamburg.  Die Planungen für den Elbtower am Rande der HafenCity gehen in die nächste Runde: Die stadteigene HafenCity Hamburg GmbH wird nach Abendblatt-Informationen in Kürze mit mehreren Bietern, die sich an der internationalen Ausschreibung für das Milliardenprojekt beteiligt hatten, in Verhandlungen treten. In den Ausschreibungsunterlagen war der 23. Oktober als Termin genannt worden. Dieser kann jedoch nicht exakt eingehalten werden. Der Zeitplan verschiebe sich um einige Tage, so eine Sprecherin.

Auf dem rund 21.000 Quadratmeter großen Grundstück nahe der Elbbrücken soll wie berichtet ein bis zu 200 Meter hoher Wolkenkratzer entstehen, es wäre das höchste Gebäude in der Hansestadt. In dem Hochhaus sollen Büros, ein Hotel und im Erdgeschoss sogenannte „öffentlichkeitsbezogene Nutzungen“ untergebracht werden. Die Ausschreibung endete am 15. September, danach hatte die HafenCity GmbH eine Auswahl der Bestbieter getroffen, mit denen nun Gespräche geführt werden sollen.

Zahlreiche Interessenten

Nach Abendblatt-Informationen haben zahlreiche Interessenten aus dem In- und Ausland ihre Kaufpreisangebote für das rund 21.000 Quadratmeter große Grundstück nahe der Elbbrücken abgegeben – inklusive Finanzierungskonzept und Architekturentwurf. Bereits im Februar kommenden Jahres soll feststehen, wer den Zuschlag für die Realisierung des Elbtowers erhält. Im August oder September 2018 soll die Bürgerschaft die Zustimmung zu dem Grundstücksvertrag geben. Das Bauwerk soll voraussichtlich 2025 eingeweiht werden.

Wer sich an der Ausschreibung beteiligt hat, ist streng geheim. Dem Vernehmen nach soll unter den Bietern auch die Hamburger LIP (Ludger Inholte Projektentwicklung) sein sowie die Gerch Group aus Düsseldorf, die in Altona den Zuschlag für die Entwicklung des Holsten-Quartiers erhalten hat. Die Brauerei zieht um nach Hausbruch und baut dort eine neue Produktionsstätte, die 2019 in Betrieb genommen werden soll. Auf dem Firmengelände in Altona sollen Wohnungen und Büros entstehen. Aus Branchenkreisen ist zu erfahren, dass auch der international agierende Baukonzern Hochtief mit Sitz in Essen ein Angebot abgegeben haben soll. Zu den Bietern soll zudem die Signa- Gruppe aus Österreich gehören.

Elbtower – der Leitartikel

Kein Geheimnis ist, dass die Stadt hohe Ansprüche hat: „Wir legen bei diesem Bauvorhaben besonderen Wert auf eine herausragende, einzigartige Architektur, die internationalen Maßstäben gerecht wird. Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt bei dem Bau eine große Rolle“, sagte HafenCity-Hamburg-Chef Jürgen Bruns-Berentelg im August dem Abendblatt. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hatte angekündigt, dass der Elbtower für die kommenden 100 Jahre das einzige wirkliche Hochhaus bleiben werde.