Hamburg

Kfz-Versicherung: Eimsbüttel teuer, Bergedorf günstig

| Lesedauer: 3 Minuten
Steffen Preißler

Beitragsunterschiede für Autobesitzer liegen bei bis zu 15 Prozent. Beim Wechsel des Anbieters bis 30. November können alle sparen.

Hamburger Autofahrer sind von besonders hohen Preisschwankungen bei der Kfz-Versicherung betroffen. Das geht aus einer Studie des Vergleichsportals Check24 hervor, das in Hamburg einen Standort hat. Je nach Postleitzahl variiert der Jahresbeitrag innerhalb Hamburgs um bis zu 15 Prozent. Noch höhere Abweichungen gibt es bundesweit nur in Berlin. Dort beträgt die Differenz des Durchschnittsbeitrags 18 Prozent. Es geht also nicht um die Preisunterschiede zwischen teuren und günstigen Anbietern, sondern um das durchschnittliche Preisniveau für eine Großstadt.

Das Fahrzeug, die Fahrleistung und das Versichertenprofil mit der entsprechenden Schadenfreiheitsklasse (SF) ist bei den Berechnungen für über 750 Postleitzahlgebiete jeweils unverändert geblieben. In anderen Großstädten wie Köln oder München liegen die Preisunterschiede lediglich bei sechs oder sieben Prozent. Insgesamt wurden die 15 größten deutschen Städte untersucht. Am geringsten sind die Preisunterschiede in Bremen, geht aus der Studie des Internetvergleichsportals hervor.

Teuerstes Gebiet rund um Lutterothstraße

Der 57 Jahre alte Alleinnutzer eines VW Passat 2.0 mit der SF-Klasse 8 und einer jährlichen Fahrleistung von 12.000 Kilometern zahlt im Schnitt für eine Kfz-Haftpflichtversicherung im teuersten Postleitzahlgebiet (20255) 442 Euro jährlich. Das Gebiet liegt um die U-Bahn-Station Lutterothstraße und wird begrenzt von Unnastraße und Osterstraße. Für ein Familienauto, einen Mercedes-Benz C 250 mit einer Fahrleistung von 12.000 Kilometern und SF 12, müssen in 20146 Hamburg 1120 Euro Jahresbeitrag bezahlt werden. Hier handelt es sich um eine Haftpflicht- und eine Vollkaskoversicherung mit 300 Euro Selbstbeteiligung. Das Gebiet liegt rund um die Universität Hamburg zwischen Rothenbaumchaussee und Schröderstiftstraße.

Ähnlich teuer ist es in anderen innerstädtischen Postleitzahlgebieten. „Im Stadtzentrum werden in der Regel höhere Kfz-Beiträge fällig als in den Randbezirken“, sagt Daniel Friedheim, Sprecher von Check24. In diesen Gebieten mit höherer Verkehrsdichte kommt es zu mehr Unfällen. Die Unterschiede zwischen Großstädten wie Hamburg und München konnte Check24 allerdings nicht erläutern. Eine Erklärung kann sein, dass Hamburg eine der höchsten Autodiebstahlsquoten hat.

Familienauto in Bergedorf am günstigsten

Der Alleinnutzer (VW Passat) zahlt in Kirchwerder mit 384 Euro den niedrigsten durchschnittlichen Versicherungsbeitrag. Das Familienauto ist in Bergedorf (21039) mit im Schnitt 989 Euro am günstigsten versichert.

Die Kündigungssaison für die Autoversicherung ist angelaufen. Wer im kommenden Jahr zum neuen Anbieter wechseln will, muss bis zum 30. November bei seinem Versicherer kündigen. Nach Einschätzung der Zeitschrift „Finanztest“ lassen sich dadurch einige Hundert Euro sparen. Einfluss auf die Höhe der Versicherungsprämie haben Faktoren wie die jährliche Fahrleistung, die Anzahl der möglichen Fahrer und die eigene SF-Klasse. Wenn die Kinder schon ans Steuer dürfen, wird es meist deutlich teurer. Die Stiftung Warentest hat 159 Tarife von 72 Versicherern untersucht. Als sehr günstige Versicherer nennt „Finanztest“ Baden Badener (Tarif Komfort), DA Deutsche Allgemeine (Komfort) und Huk24 (Classic).

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg