Naturschauspiel

Hurrikan "Ophelia" verfärbt die Sonne in Hamburg

Die Sonne, verfärbt vom Staub der Sahara, am Dienstagvormittag neben der Hamburger Kirche St. Nikolai

Die Sonne, verfärbt vom Staub der Sahara, am Dienstagvormittag neben der Hamburger Kirche St. Nikolai

Foto: HA / Mark Sandten

Der Sturm über dem Atlantik brachte Staub und Rußpartikel in den Norden, die für ein farbenprächtiges Schauspiel sorgten.

Ein farbenfrohes Schauspiel hat die Sonne am Dienstagvormittag über Hamburg abgegeben. Wie ein orangeroter Feuerball leuchtete sie über der Hansestadt. Die erstaunliche Farbgebung begründete der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit den Auswirkungen des Hurrikanes „Ophelia“.

Aus der nordafrikanischen Sahara und von den Waldbränden in Portugal habe der Orkan Staub und Rußpartikel nach Nordeuropa mitgebracht, erläuterte ein Sprecher des DWD. Durch die Verunreinigungen werde das Licht der Sonne gebrochen. Dieses Phänomen gebe es mehrmals im Jahr, sei aber nicht immer so sichtbar wie am Dienstagvormittag. Von dem Farbschauspiel waren viele Hamburger fasziniert, an der Außenalster unterbrachen Jogger und Spaziergänger ihre Runden, um den Feuerball zu fotografieren.

"Wir haben es momentan mit einer seltenen Wetterlage zu tun, da viele Faktoren zusammenkommen", sagte auch Alexander Hübener vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation in Hamburg. Möglicherweise zeige sich die Sonne morgen Früh erneut als roter Feuerball. Wie sich das Wetter in den kommenden Tagen entwickelt und vor allem, für wie viele Stunden sich die Sonne zeigt, sei jedoch schwer vorherzusagen, sagte der Meteorologe Hübener. Zumindest bleibt uns das ruhige Wetter vorerst erhalten. "Erst am Wochenende wird es wieder kühler und wechselhafter."