Hamburg

Sorge vor überteuerten Wohnungen

Möbliertes Wohnen hat in Hamburg mittlerweile einen deutlichen Marktanteil: So registrierte vor einigen Monaten das auf Immobilien-Entwicklungen spezialisierte Hamburger Marktforschungsinstitut F+B ein „verblüffend“ großes Angebot von möblierten Wohnungen in Hamburg. Von 3000 untersuchten Angeboten war immerhin ein Drittel möbliert.

Dieser hohe Anteil hat auch damit etwas zu tun, dass möblierte Wohnungen in der Regel nur für einige Monate gemietet und daher häufiger angeboten werden. Hinzu kommt, dass derzeit auch neue private Studentenheime auf den Markt kommen, die ebenfalls oft möblierte Einheiten anbieten. Dennoch sei da wohl etwas „im Verborgenen aufgeblüht“, was so noch nicht untersucht wurde, heißt es bei F+B.

Die Stadtentwicklungs­behörde beobachtet die Entwicklung mit gemischten Gefühlen: „Die Anmietung von möblierten Wohnungen kann für Menschen in bestimmten Lebenssituationen sinnvoll sein“, heißt es auf Anfrage. Es sei daher gut, dass sich in Hamburg ein vielfältiges Angebot entwickelt habe. Gleichwohl dürfe diese Art der Vermietung nicht zu überteuerten Wohnraum führen, so die Behörde.

Möblierte Wohnungen werden laut Behörde nicht im Mietspiegel erfasst. Allerdings würden völlig überhöhte Mieten als Mietwucher rechtswidrig sein und geahndet werden.