Hamburg

Zahl der Millionäre steigt auf 867

Einkommensstatistik zeigt auch, dass Einkünfte in Marienthal besonders anziehen

Hamburg. Die Einkünfte der Hamburger haben seit der Finanzkrise 2008 eine positive Entwicklung genommen. Laut neuen Zahlen des Statistikamts Nord verdienen die Einwohner der Stadt durchschnittlich fast 3500 Euro mehr als noch 2010. Im Mittel sind es statistisch 39.000 Euro brutto. Real erreicht die Hälfte der knapp eine Million Steuerpflichtigen nur maximal 25.449 Euro.

Der gestiegene Durchschnittsverdienst dürfte demnach vor allem an den vielen Besserverdienern der Stadt liegen, Hamburg macht seinem Ruf als „Hauptstadt der Millionäre“ nämlich wieder alle Ehre. Im Bemessungsjahr 2013 verdienten 867 Menschen jährlich mehr als eine Million Euro. Zum Vergleich: In Düsseldorf lebten zuletzt 378 Einkommensmillionäre, in München 827, in Frankfurt 362 und in Stuttgart 325. Für sie wurde die Reichensteuer von 45 Prozent fällig, die ab 250.000 Euro pro Jahr gezahlt werden muss. Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent gilt schon ab 52.882 Euro.

In Hamburg sind die favorisierten Wohngegenden der großen Steuerzahler neben den Elbvororten und Harvestehude vor allem die HafenCity, wo Jahreseinkünfte von 93.000 Euro der Schnitt sind. Auch in den Walddörfern ist der Wohlstand zu Hause: Unter 50.000 Euro rutscht das jährliche Einkommen dort im Schnitt nicht. Auch auf der Uhlenhorst oder im Stadtteil Ro­therbaum liegt das jährliche Durchschnittseinkommen bei über 60.000 Euro im Jahr.

Überdurchschnittliche Sprünge hat das mittlere Einkommensniveau nicht nur in gentrifizierungsverdächtigen Vierteln wie der Sternschanze gemacht (aktuell 31.125 Euro, 5000 Euro mehr als noch 2007). Besonders stark war der Anstieg auch in Marienthal. Wo noch vor zehn Jahren die Bewohner durchschnittlich 49.000 Euro verdient haben, liegt das Mittel jetzt 10.000 Euro höher.

Von stadtweit insgesamt 36,85 Milliarden Euro Steuereinnahmen wurden die höchsten im Bezirk Wandsbek mit 8,2 Milliarden Euro registriert. Dort leben aber auch mit Abstand die meisten Steuerpflichtigen – mehr als 200.000. 6,6 Milliarden Euro wurden im Bezirk Nord fällig, 6,3 in Altona, 5,9 in Eimsbüttel, 3,5 in Mitte, 2,1 in Harburg und 1,9 in Bergedorf, wo nur 56.815 Steuerpflichtige leben.

Für das Umland wurden ebenfalls die Zahlen veröffentlicht. Demnach ist der Hamburger Speckgürtel in Schleswig-Holstein eine der bestverdienenden Gegenden des Landes.