Hamburg/Berlin

Hamburgs AfD-Chef wird parlamentarischer Geschäftsführer

Hamburg/Berlin.  Die AfD-Bundestagsfraktion hat den Hamburger Landesvorsitzenden der Partei, Bernd Baumann, zum ersten parlamentarischen Geschäftsführer gewählt. Bei einer Abstimmung am Mittwoch erhielt er nach Angaben aus Parteikreisen 70 von 92 Stimmen. Vorgeschlagen hatte ihn nach Angaben eines Abgeordneten der Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland.

Baumann hatte im Wahlkampf Gaulands umstrittene Äußerung verteidigt, man solle die Hamburger SPD-Politikerin Aydan Özoguz „in Anatolien entsorgen“. Der Wirtschaftswissenschaftler war bisher auch Vorsitzender der AfD-Fraktion in der Bürgerschaft. Der von der Co-Vorsitzenden Alice Weidel für den Posten des zweiten parlamentarischen Geschäftsführers vorgeschlagene Abgeordnete Markus Frohnmaier (26, Jura-Student aus Baden-Württemberg) fiel dagegen in einer geheimen Abstimmung durch. Teilnehmer der zweiten Sitzung der AfD-Fraktion berichteten, 54 Abgeordnete hätten gegen den Sprecher der Spitzenkandidatin Weidel gestimmt. Einige werteten das Votum als Kritik an Weidel, andere führten die mangelnde Erfahrung Frohnmaiers an.