Winterhude

Die „Stiftung Kinderjahre“ hilft an 40 Schulen

Christoph Ploß (CDU) über das soziale Engagement der Hamburger Stifter Hannelore und Wolfgang Lay

Winterhude. Vor der Bundestagswahl am 24. September hat das Hamburger Abendblatt die aussichtsreichen Hamburger Kandidaten für ein ungewöhnliches Projekt gewonnen: Sie schreiben jeweils über ein Thema, das sie besonders bewegt, eine Person, die sie beeindruckt oder eine Institution in ihrem Wahlkreis, die aus ihrer Sicht mehr Aufmerksamkeit verdient. Heute schreibt Christoph Ploß (CDU). Er kandidiert erstmals für den Bundestag – als Direktkandidat im Wahlkreis Hamburg-Nord/Alstertal und Platz vier der CDU-Landesliste.


Im Bundestagswahlkampf wird leider zu wenig über Chancengerechtigkeit und die Förderung von Kindern diskutiert – zwei Herzensanliegen von mir als CDU-Bundestagskandidaten, die ich im Falle meiner Wahl vorantreiben möchte. Zwei Personen, die für mehr Chancengerechtigkeit und die Förderung von Kindern seit Längerem enorm viel geleistet haben, sind Hannelore und Wolfgang Lay. Beide gründeten im Jahr 2004 die „Stiftung Kinderjahre“, die heute ihren Sitz in der Sierichstraße in Winterhude hat und bundesweit ein enormes Renommee genießt. Die Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, „Chancen für alle Kinder“ zu schaffen und benachteiligten Kindern genau die gleichen Chancen zu eröffnen wie Kindern aus privilegierten Elternhäusern.

Soziales Engagement war den beiden Stiftern immer wichtig. Bis zu seinem Tod war Wolfgang Lay Vorstand des Winterhuder Bürgervereins, der auch das Altersheim Winterhude betreibt. Hannelore Lay betreute die Bewohner dieses Hauses und veranstaltete regelmäßig Kaffee- und Gesellschaftsnachmittage, bis die gemeinsame Tochter im Jahr 1987 plötzlich verstarb. Nach dem Verkauf ihres Unternehmens, einem mittelständischen Handwerksbetrieb in Alsterdorf, erfüllten sich die Eheleute Lay den Wunsch, mit der Gründung der Stiftung Kinderjahre das Gemeinwohl in ihrer Stadt mitzugestalten. Im Jahr 2007 übernahm seine Ehefrau Hannelore nach dem Tod ihres Mannes die Aufgabe, die Stiftungsarbeit in seinem Sinne durchzuführen.

Die Stiftung Kinderjahre ist seit ihrer Gründung mit vielfältigen Projekten an über 40 Hamburger Schulen engagiert. Vom Schneidern von Kostümen über die Einrichtung von Schulgärten bis zur Erarbeitung musikalisch-the­atraler Ausdrucksformen reicht die Auswahl der Projekte. Seit 2014 ist noch ein großes Textil-Outlet hinzugekommen, mit dem in jedem Jahr 1000 Hamburger Schulkinder kostenlos mit Kleidung ausgestattet werden. Die Stiftung Kinderjahre mit ihren etwa 50 Ehrenamtlichen und drei hauptamtlich Beschäftigten hat sich zum Ziel gesetzt, benachteiligten Kindern auch in Hinblick auf kulturelle Teilhabe Chancen zu verschaffen und sie für Musik oder Kunst zu begeistern. Die Stiftung wurde für ihre Aktivitäten vielfach ausgezeichnet, Hannelore Lay wurde 2015 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Besonders hervorzuheben ist das von der Stiftung initiierte Projekt „Learning Kids“, das Schülern erste Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt ermöglicht. In Winterhude werden Unternehmen wie die Haspa besucht, um Kindern einmal den Arbeitsplatz eines Bankkaufmanns zu zeigen. Hinterher toben die Kinder noch auf dem Spielplatz am Goldbekmarkt, bevor es zurück in die Schule geht. Besuche in Unternehmen, Museen und Umwelteinrichtungen zeigen den Kindern neue Perspektiven auf, die sie aus ihrem Alltag nicht kennen.

Hannelore Lay und ihre Stiftung Kinderjahre ermöglichen auf diesem Wege Erfahrungen gerade für Kinder aus sozialen Milieus, in denen Bildung und Kultur keine große Rolle spielen. Die jungen Menschen sollen mit der Stiftungsarbeit mündige und wertebewusste Bürger werden.

Hannelore Lay mit ihrer Stiftung Kinderjahre ist ein herausragendes Beispiel dafür, welch großartiges soziales Engagement in unserer Stadt vorhanden ist und was ehrenamtliches Engagement für unsere Stadt leistet. Im Falle meiner Wahl in den Deutschen Bundestag werde ich die Stiftung Kinderjahre mit allen Kräften fördern. Denn wer in Kinder investiert, investiert in die Zukunft unseres Landes.

Morgen schreibt Anja Hajduk (Grüne) über das Opernloft