Clevershuttle in Hamburg

Senator: Neue Taxi-Alternative kann das eigene Auto ersetzen

Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos).

Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos).

Foto: dpa

Das Sammeltaxi-Unternehmen "CleverShuttle" startet zunächst mit zehn Fahrzeugen. Fahrgäste müssen Umwege in Kauf nehmen.

Hamburg.  Eine günstige Alternative zum Taxifahren wird ab sofort in Hamburg angeboten: Das Sammeltaxi-Projekt CleverShuttle ist am Freitagabend gestartet. Am Freitagvormittag wurden vor dem Hauptbahnhof die ersten Fahrzeuge vom Typ Toyota Mirai präsentiert, die mit klimaschonendem Wasserstoff betrieben werden. Aktuell werden – anders als bislang angegeben – bereits zehn Autos eingesetzt, bis Ende des Jahres soll die Flotte auf 20 Fahrzeuge erweitert werden.

Zum Auftakt sagte Verkehrssenator Frank Horch (parteilos): „Auf Hamburgs Straßen kommt es aufgrund des großen Verkehrsaufkommens immer wieder zu Engpässen. Deshalb brauchen wir innovative Angebote, um den Bürgern Alternativen zu dem eigenen Auto anzubieten.“ Vor Ort war auch S-Bahn-Chef Kay Uwe Arnecke. „Ziel ist es, CleverShuttle künftig weiter in das Nahverkehrsangebot in Hamburg und das des HVV einzubinden und dieses zu ergänzen.“

Wie berichtet, muss das neue Angebot per Smartphone-App, die von der Internetseite clevershuttle.org heruntergeladen werden kann, gebucht werden. Der Kunde kann eine Kreditkarte für die Bezahlung hinterlegen oder in bar bezahlen. Bei der Buchung werden den Fahrgästen der Weg und der Preis der gewünschten Strecke sowie die Ankunftszeit mitgeteilt. Im Schnitt nach elf Minuten, so die Erfahrung in den anderen Städten, soll ein Mietwagen mit Chauffeur am Abfahrtsort sein. Allerdings gilt das Angebot nur im engeren Stadtgebiet. Anders als beim Taxi muss der Kunde akzeptieren, dass der Wagen kleinere Umwege fährt, damit weitere Fahrgäste zu- und aussteigen können. Dafür versprechen die Betreiber, dass die Fahrten bis zu 40 Prozent günstiger als mit dem Taxi sind.

Der Service steht von Montag bis Donnerstag zwischen 18 und 1 Uhr, sowie Freitag und Sonnabend zwischen 18 und 4 Uhr und am Sonntag zwischen 18 und 24 Uhr zur Verfügung. (ug)