Statistik

Zahl der verurteilten Straftäter im Norden gestiegen

In Hamburg hat die Zahl der schuldig gesprochenen Jugendlichen am stärksten zugenommen. Die häufigsten Delikte.

Hamburg.  Im vergangenen Jahr haben die Strafgerichte in Hamburg 16.529 Personen verurteilt. Das sind drei Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Statistikamt Nord am Freitag mit. Am stärksten ist die Zahl der schuldig gesprochenen Jugendlichen gestiegen. Sie waren zur Tatzeit 14 bis unter 18 Jahre alt, mit insgesamt 553 Verurteilten stieg ihre Zahl zwischen 2015 und 2016 um fast acht Prozent.

Dagegen gab es bei den Heranwachsenden (18 bis unter 21 Jahre) mit 810 Verurteilten einen deutlichen Rückgang um acht Prozent. Bei den verurteilten Erwachsenen (ab 21 Jahren) gab es im Jahr 2016 einen Anstieg um knapp vier Prozent auf insgesamt 15.166 Personen.

2016 wurden in Hamburg 13.579 Männer verurteilt

Während die Zahl der verurteilten Personen mit deutschem Pass um knapp ein Prozent auf 9571 zurückging, gab es bei den Ausländern einen Anstieg um neun Prozent auf 6958. Hinsichtlich des Geschlechts der Verurteilten zeigen sich nur geringe Unterschiede in der Entwicklung. Die Zahl der schuldig gesprochenen Männer stieg um gut drei Prozent auf 13.579, die der Frauen um etwas mehr als zwei Prozent auf 2950.

Die Strafgerichte in Schleswig-Holstein haben im Jahr 2016 insgesamt 15.910 Personen verurteilt und damit ein Prozent mehr als im Vorjahr, so das Statistikamt Nord. Während die Zahl der schuldig gesprochenen Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit um knapp fünf Prozent auf 12.490 sank, gab es bei den Ausländern einen Zuwachs um fast 30 Prozent auf 3420.

Weniger Schuldsprüche gegen Heranwachsende in Schleswig-Holstein

2016 wurden in Schleswig-Holstein 634 Jugendliche verurteilt, die zum Tatzeitpunkt 14 bis unter 18 Jahre alt waren. Das waren fast genau so viele wie im Vorjahr. Die Zahl der Schuldsprüche gegen Heranwachsende (18 bis 21 Jahre) verringerte sich um gut acht Prozent auf 1007, die Zahl der verurteilten Erwachsenen stieg dagegen um fast zwei Prozent auf 14.269.

Die Entwicklung bei Männern und Frauen zeigte nur geringe Unterschiede. Bei den männlichen Verurteilten gab es einen Anstieg um gut ein Prozent auf 13.036, die Zahl der weiblichen Verurteilten erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 2874.

Diebstahl, Betrug und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz

Am häufigsten wurden die Straftäter im vergangenen Jahr in Hamburg wegen Diebstahl (2496), Betrug (1626), Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz (1509) sowie Körperverletzung (1177) verurteilt. In Schleswig-Holstein waren die häufigsten Delikte Diebstahl (2309), Betrug (2165), Trunkenheit im Verkehr (1977) und Körperverletzung (851).

Insgesamt sinkt die Zahl der verurteilten Straftäter seit zehn Jahren. 2005 gab es in Hamburg noch 25.084 Verurteilte und in Schleswig-Holstein 22.119.