Norddeutschland

Seltene Schmuckstücke auf den Straßen im Norden unterwegs

Die 10. Hamburg-Berlin-Klassik führt Autos aus acht Jahrzehnten durch unberührte Natur und historische Städte. Auch Promis fahren mit.

Hamburg. In die Hauptstadt geht es in diesem Jahr nicht. Stattdessen führt die Jubiläumsfahrt der 10. Hamburg-Berlin-Klassik 2017 an die Ostsee – ins dortige Berlin, in der Nähe von Seedorf bei Plön. Auf den gewundenen Straßen der malerischen Holsteinischen Schweiz treffen die Klassiker auf typisch norddeutschen Charme. Für die Teilnehmer, aber auch für Schaulustige am Straßenrand, dürfte besonders diese Tour am dritten Etappentag ein Highlight sein.

Doch auch sonst hat die dreitägige Rallye, die am Hamburger Fischmarkt startet und endet, viel zu bieten. „Unberührte Natur, traditionsreiche Städte und 180 historische Fahrzeuge: Diese Rallye wird für Teilnehmer und Zaungäste ein unvergessliches Erlebnis“, verspricht Veranstalter Hans Hamer, Verlagsgeschäftsführer der Verlagsgruppe Auto, Computer & Sport.

50 verschiedene Marken nehmen teil

Die erste Etappe führt am 24. August von Hamburg aus durch Buxtehude und die Lüneburger Heide nach Wolfsburg. Im zweiten Abschnitt gehts an Salzwedel und am Schalsee vorbei nach Lübeck. Und am 26. August, dem dritten und letzten Tag, fahren die Teilnehmer über Berlin und Grömitz wieder nach Hamburg zurück.

An der Ralley nehmen Modelle von rund 50 verschiedenen Marken teil. „Neben liebgewonnenen Klassikern fahren zu unserem zehnten Jubiläum viele seltene, aufregende Modelle mit“, sagt Hans Hamer. Zu den Schmuckstücken, die in diesem Jahr am Start sind, gehört der Thurner RSR von 1971 (einer von nur 124 in Handarbeit gebauten Sportwagen mit Flügeltüren und Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff).

Einziges fahrbereits Fiat-Exemplar

Auch der Melkus RS1000 von 1985, ebenfalls ein Kunststoff-Flügeltürer, hat hohen Seltenheitswert. Der Sportwagen aus Dresden wurde auf Basis des Wartburg 353 entwickelt und nur 101-mal gebaut. Wirklich einzigartig ist der Fiat 1100 TV Boano Sport Coupé (Baujahr 1956) – es ist das einzige noch fahrbereite Exemplar. Das Design ist an den Ferrari 250 GT Boano angelehnt - die Karosserie ist aus Aluminium, nur die Türen sind aus Stahl.

Der Mazda Cosmo von 1968 ist das erste Auto mit Zweischeibenwankelmotor. Das teilnehmende Exemplar wird extra für die Rallye in Stand gesetzt. Die Restaurierung wird auf einem eigenen Youtube-Kanal gezeigt und von den Auto-Experten Det Müller und Cyndie Allemann moderiert. Zudem kommen Fans von Vorkriegsautos voll auf ihre Kosten: Die ältesten Autos im Starterfeld sind ein Bentley 4.5 Litre Le Mans, Baujahr 1929, und ein Riley Special von 1933.

Ralf Moeller fährt Porsche

Ebenso prominent wie die Autos sind auch manche der Fahrer: Der Schauspieler Hinnerk Schönemann aus der ARD-Krimireihe „Nord bei Nordwest“ geht in einem Skoda 130 RS an den Start. Ex-"Mr. Universum" und Schauspieler Ralf Moeller fährt in einem Porsche 911 mit. Auch „Tatort“-Kommissar Richy Müller, Ex-Eiskunstläuferin Katarina Witt und der frühere Rennfahrer Leopold „Poldi“ Prinz von Bayern sind mit von der Partie.