Hafencity

Sektdusche für den Elb-Schwimmer

Chemnitzer erreicht nach 620 Kilometern in zwölf Etappen die HafenCity

Hafencity.  Nach 620 Kilometern in der Elbe ist der Chemnitzer Langstreckenschwimmer Joseph Heß am Dienstag in Hamburg angekommen. Der 30-Jährige war am 4. August in Bad Schandau in Sachsen gestartet, um die Elbe auf deutscher Seite in zwölf Tagesetappen zu durchschwimmen.

Im zerschlissenen Neoprenanzug, mit Badekappe und Schutzstöpseln in den Ohren kletterte er um halb eins aus dem Wasser – und wurde von Freunden mit einer Sektdusche empfangen. „Sehr erschöpft und sehr müde“ sei er, sagte Heß strahlend.

Die letzten Meter an der Elbphilharmonie vorbei feuerten ihn rund 100 Zuschauer noch einmal mit Klatschen an - bis ins Ziel. Neben seinem Begleiter im Kanu fuhr auch die Wasserschutzpolizei an seiner Seite, um ihn im Hafen gegen Schiffe abzuschirmen. Mit so viel Empfangsaufgebot habe er nicht gerechnet, so Heß. Schon während der Strecke sei er über die große Unterstützung überrascht gewesen: „Haufenweise Leute sind Streckenabschnitte mit mir mitgeschwommen, das war enorm motivierend.“ Unterwegs machte ihm allerdings eine Magen-Darm-Grippe zu schaffen. An einem Tag konnte er nur 30 statt 60 Kilometer schwimmen. „Das war grenzwertig“, meinte Heß.