Barmbek

So lief die Bluttat in Barmbek ab

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Oliver Schirg

Die stellvertretende LKA-Chefin Kathrin Hennings beschrieb den genauen Ablauf der Tat am Freitagnachmittag.

Barmbek.  Die Messerattacke am Freitag dauerte nur wenige Minuten.

Am Freitag, kurz vor 15 Uhr, betritt der abgelehnte Asylbewerber den Edeka-Markt an der Fuhlsbüttler Straße 188.

Er will Nahrungsmittel kaufen, möglicherweise ein Toastbrot. Der 26-Jährige verlässt nach dem Einkauf das Geschäft und geht zu einer Bushaltestelle.

Um 15.08 Uhr besteigt er den Linienbus 172. Plötzlich zögert er und steigt vor der Abfahrt des Busses wieder aus.

Der Täter kehrt zum Supermarkt zurück und geht direkt zu einem Verkaufsregal. Er entnimmt dem Regal ein in eine Verpackung eingeschweißtes Küchenmesser mit einer etwa 20 Zentimeter langen Klinge und löst das Messer aus der Verpackung.

Unmittelbar danach stürmt er zielgerichtet auf einen 50-jährigen Mann zu und sticht ohne Vorwarnung und hinterrücks mit dem Messer auf diesen ein. Der Mann stirbt durch die Attacke.

Sofort nach dem ersten Angriff bewegt sich der Attentäter – wiederum zielstrebig – auf eine zweite männliche Person zu und sticht ebenfalls hinterrücks auf ihn ein. Er verletzt den Mann schwer.

Anschließend läuft der Asylbewerber in Richtung Ausgang des Supermarkts. Im Eingangsbereich sticht er auf einen 19-jährigen Mann ein. Dieses Opfer muss wenig später notoperiert werden.

Nach diesen drei Taten verlässt der Mann den Supermarkt und stößt dabei auf einen Mann und eine Frau, die an ihren Fahrrädern hantieren. Der Täter verletzt den Mann mit dem Messer und greift die Frau körperlich an.

Im Anschluss daran überquert der Täter die Fuhlsbüttler Straße und verletzt in Höhe der Hausnummer 186 einen 64-jährigen Mann schwer. Inzwischen haben sich couragierte Bürger zusammengefunden, beobachten das Geschehen und nehmen die Verfolgung auf. Sie „bewaffnen“ sich mit Gegenständen und versuchen, auf den Täter einzureden.

Der Täter läuft weg und attackiert an der Schwalbenstraße eine Frau.

Es ist inzwischen 15.13 Uhr und mehrere Zivilfahnder der Polizei sind vor Ort. Der erste Notruf bei der Polizei war erst um 15.11 Uhr eingegangen. Die Fahnder beobachten „Gewusel“ und einen „Pulk“. Zu diesem Zeitpunkt ist der Täter von seinen Verfolgern umringt. Da die Situation unklar ist, geben die Zivilfahnder einen Warnschuss ab.

Wenig später können die Zivilfahnder den mutmaßlichen Täter an der Hellbrookstraße 16 überwältigen. Bei seiner Festnahme hat der Mann das Messer noch bei sich. Zudem ist er von seinen Verfolgern verletzt worden.

- Kurz vor drei Uhr betrifft der 26-jährige Asylbewerber den Edeka-Markt in der Fuhlsbütteler Straße 188 in Hamburg-Barbek.

- Er will Nahrungsmittel kaufen, möglicherweise ein Toastbrot.

- Der Mann verlässt nach dem Einkauf das Geschäft und geht zu einer nahe gelegenen Bushaltestelle.

- Um 15.08 Uhr besteigt er den Linienbus 172. Plötzlich zögert er und steigt vor der Abfahrt des Busses wieder aus. Die Gründe dafür sind noch unklar.

- Der mutmaßliche Täter kehrt zum Supermarkt zurück und geht direkt zu einem Verkaufsregal. Es ist jetzt 15.10 Uhr.

- Er entnimmt dem Regal ein in eine Verpackung eingeschweißtes großes Küchenmesser mit einer etwa 20 Zentimeter langen Klinge und löst das Messer aus der Verpackung.

- Unmittelbar danach stürmt er zielgerichtet auf einen 50-jährigen Mann zu und sticht hinterrücks und ohne Vorwarnung brutal mit dem Messer auf diesen ein. Der Mann stirbt durch die Attacke.

- Sofort nach dem ersten Angriff bewegt sich der Attentäter – wiederum zielstrebig – auf eine zweite männliche Person zu und sticht ebenfalls hinterrücks auf ihn ein. Er verletzt den Mann schwer.

- Anschließend läuft der Asylbewerber in Richtung Ausgang des Supermarkts. Im Eingangsbereich sticht er auf einen dort anwesenden 19-jährigen Mann ein. Dieses Opfer muss wenig später notoperiert werden.

- Nach diesen drei Taten verlässt der Mann den Supermarkt und stößt dabei auf zwei weitere, offenbar ein Mann und eine Frau, die an ihren Fahrrädern hantieren. Der Täter greift den Mann mit dem Messer an und verletzt ihn. Dann greift er die Frau körperlich an.

- Im Anschluss daran überquert der täter die Fuhlbütteler Straße und verletzt in Höhe der Hausnummer 186 einen 64-jährigen Mann schwer.

- Inzwischen haben sich couragierte Bürger zusammengefunden, beobachten das Vorgehen des Täters und nehmen die Verfolgung auf. Sie „bewaffnen“ sich selber mit Gegenständen und versuchen, auf den Täter einzureden.

- Zu diesem Zeitpunkt, es ist inzwischen 15.13 Uhr, sind mehrere Zielfahnder der Polizei vor Ort. Sie beobachten das „Gewusel“ und den „Pulk“. Der Täter war von seinen Verfolgern umringt. Da die Situation für einen Moment unklar ist, geben die Zielfahnder mehrere Warnschüsse in die Luft ab.

- Der Täter läuft weg und attackiert in der Schwalbenstraße eine Frau.

- Wenig später können die Zielfahnder den mutmaßlichen Täter in der Hellbrookstsraße 16 festnehmen.

- Der Mann hat zum

festgenommen werden können. Zuvor sei es ihm jedoch gelungen, noch eine weibliche Person zu attackieren. Nach den Worten von Hennings hatte der mutmaßliche Täter bei der Festnahme das Messer bei sich. Zudem sei er von seinen Verfolgern verletzt worden.

( os )

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