Wilhelmsburg

Gut 9,25 Millionen Euro aus Berlin

Bundesregierung fördert Seniorenprojekt in Wilhelmsburg und grüne Fassaden

Wilhelmsburg.  Geldregen aus Berlin: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) öffnete gestern bei einem Besuch in Hamburg noch einmal richtig ihren Geldbeutel. Insgesamt rund 9,25 Millionen Euro stellt die Bundesregierung demnach für städtebauliche und Umweltprojekte in der Hansestadt zur Verfügung.

Zunächst schrieb die Ministerin einen Scheck über sieben Millionen Euro für das Modellvorhaben „Malteser Campus St. Maximilian Kolbe“ aus. Auf dem Campus in Wilhelmsburg sollen Pflege- und Sozialeinrichtungen für Senioren entstehen. Hinzu kommt ein interkulturelles Begegnungszentrum.

Der „Malteser Campus“ umfasse eine Senioren-Pflegeeinrichtung, ein früheres Gemeindehaus, das einem Neubau für betreutes Wohnen weichen wird, sowie eine denkmalgeschützte ehemalige Kirche, teilte das Ministerium mit. Insbesondere Familien und ältere Menschen mit Migrationshintergrund stünden dabei im Fokus.

„Menschen unterschiedlicher Herkunft und Geschichte, mit und ohne Migrationshintergrund kommen hier zusammen, begegnen sich und werden im Alter ein würdevolles und teilhabeorientiertes Leben mitten in ihrem angestammten Quartier führen können“, sagte Hendricks.

Später traf die Ministerin mit Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) zusammen. Dabei überreichte sie einen Scheck über 2,1 Millionen Euro. Mit diesem Geld unterstützt der Bund aus dem Bundesprogramm ­„chance.natur – Bundesförderung Naturschutz“ vier Jahre das Naturschutzgroßprojekt „Hamburg naturnah“. Das Geld fließt in „planerische Grundlagen zur Aufwertung bestehender Naturschutzgebiete, zur Etablierung eines ökologischen Grün-Managements und für den Biotopverbund“, heißt es in einer Mitteilung der Behörde.

Des Weiteren unterstützt das Bundesumweltministerium Hamburg bei Experimenten zur Begrünung von Hausfassaden. Bei einem Modellvorhaben „Bau nie ohne! Urbanes Grün in allen Dimensionen“ wird die Hansestadt untersuchen, wie Elemente einer grünen Infrastruktur mit vorhandenen baulichen Strukturen verknüpft werden können. Hauptsächlich geht es dabei um eine Strategie, wie Fassaden begrünt werden können. Ministerin Hendricks hofft, dass begrünte Fassaden Beeinträchtigungen durch Feinstaub und Lärm mindern können.