Hamburg

Hamburg im Dauerstau – wo es eng wird

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Franziska Coesfeldund Cornelia Werner

A-7-Auffahrt Schnelsen gesperrt. Baustellen auf Langenhorner Chaussee, Elbgaustraße und Wandsbeker Chaussee

Hamburg. Stau, Stau, Stau. Auch an diesem Wochenende droht sich die Lage auf Hamburgs Straßen zuzuspitzen. Davor warnt der ADAC, denn in der Hansestadt sowie in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg haben die Ferien begonnen. Und aus Nordrhein-Westfalen und dem Süden der Niederlande rollt eine weitere Reisewelle auf den Norden zu.

Im Großraum Hamburg müssen Autofahrer besonders viel Geduld aufbringen – schon wegen der vielen Straßenbaustellen, die teilweise gezielt in die Ferienzeit gelegt wurden, um Staus zu vermeiden. So werden auf der Autobahn 7 unter anderem die Auf- und Abfahrten Hamburg-Volkspark in Fahrtrichtung Süden vom 24. Juli bis zum 28. August gesperrt. In dieser Zeit werden die Rampen erneuert und neue Entwässerungsanlagen gebaut.

Nachdem die A 23 in Fahrtrichtung Hamburg bereits im vergangenen Jahr eine neue Asphaltdecke erhalten hatte, sind jetzt die Fahrstreifen in Richtung Pinneberg/Heide dran. Die Arbeiten haben am Freitag begonnen und dauern bis zum 26. August. Um einen Rückstau der Fahrzeuge von der A 23 auf die A 7 zu vermeiden, bleiben während der Bauzeit die beiden Fahrspuren in Richtung Pinneberg/Heide offen. In Richtung Hamburg wird hingegen nur eine Spur befahrbar sein. Die Sperrung der A-7-Auffahrt Schnelsen in Richtung Süden wurde indes verschoben. Die Bauarbeiten beginnen erst zwischen dem 24. und 30. Juli – die Auffahrt wird dann allerdings für den Bau des Autobahndeckels noch bis Ende 2018 geschlossen bleiben.

Allerdings gibt es auch in der Stadt neue, große Baustellen in Langenhorn, Wandsbek und Lurup, die in den kommenden Wochen und Monaten zu Verkehrsbehinderungen führen dürften.


Langenhorner Chaussee:
Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) will das nördliche Ende der Langenhorner Chaussee umgestalten, um Unfallrisiken zu reduzieren und den Zustand der Straßen und die Entwässerung zu verbessern. Die Bauarbeiten beginnen am Sonntag und dauern voraussichtlich bis Mitte November. Dabei kommt es zu folgenden Einschränkungen: Vom 23. Juli bis 1. Oktober wird die Langenhorner Chaussee zwischen den Straßen Am Ochsenzoll und Bärenhof stadteinwärts zur Einbahnstraße. Stadtauswärts wird der Verkehr in Richtung des Kreisverkehrs über die Straßen Tarpen, Rugenbarg und Ohechaussee umgeleitet. Die Einmündung in die Straße Am Ochsenzoll ist währenddessen voll gesperrt.

Vom 2. Oktober bis Anfang November ist der Tunnel unter dem Kreisverkehr für den stadteinwärts fahrenden Verkehr gesperrt. Die Fahrzeuge werden über den Kreisverkehr umgeleitet.

Außerdem kommt es zu Einschränkungen im Busverkehr: In Richtung Glashütte werden die Bushaltestellen Heidehof, Kielort, Am Böhmerwald und Hans-Salb-Straße von den Linien 278 und 7550 nicht angefahren. Fahrgäste mit dem Ziel Segeberger Chaussee können die Linie 178 vom U-Bahnhof Garstedt an nutzen.


Wandsbeker Chaussee/Brücke: Die 1962 erbaute Wandsbeker Chausseebrücke zwischen Hammer Straße/Brauhausstraße und Menckesallee/Börne­straße ist in die Jahre gekommen. Nun soll die Brücke noch bis Ende November saniert werden. Dadurch kommt es auf der viel befahrenen Wandsbeker Chaussee schon jetzt zu Einschränkungen.

Um diese so gering wie möglich zu halten, werden die Arbeiten in mehreren Bauphasen vorgenommen. Wochentags stehen in jeder Richtung immer je weils zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Allerdings ist das Rechtsabbiegen auf die Hammer Straße während der gesamten Bauzeit nicht möglich. Der LSBG rät, den Bereich weiträumig zu umfahren. Zusätzlich wird an vier Wochenenden abwechselnd je ein Fahrstreifen pro Richtung gesperrt. Die erste einspurige Verkehrsführung besteht stadtauswärts und dauert von diesem Sonnabend, 6 Uhr, bis zum Montag, 24. Juli, ca. 5 Uhr. Die weiteren drei Wochenendtermine teilt der LSBG noch mit.

Auch für Radfahrer wird es in diesem Bereich eng: Noch bis zum 14. September wird der Geh- und Radwegbereich auf der südlichen Straßenseite enger als gewöhnlich sein. Auf der nördlichen Straßenseite ist dies vom 5. Oktober bis Ende November der Fall. In dieser Zeit ist außerdem die StadtRad-Station Nr. 2413 außer Betrieb.


Elbgaustraße: Von Montag an wird zudem die Elbgaustraße zwischen Spreestraße und Farnhornweg zwei Wochen lang saniert. Nach Angaben des LSBG müssen Risse und Schlaglöcher entfernt werden. Die obere Asphaltdeckschicht wird dafür in beiden Richtungen erneuert und neu markiert. Am Montag von 7 Uhr an wird dort eine Einbahnstraße Richtung Süden eingerichtet. Die Kreuzung Farnhornweg bleibt jedoch weiterhin befahrbar. In Richtung Norden wird der Verkehr über Farnhornweg, Schnackenburgallee und Reichsbahnstraße zur Kieler Straße umgeleitet. Achtung: Am Sonnabend, 29. Juli, wird die Elbgaustraße ab 7 Uhr in beide Richtungen für die Asphaltierung voll gesperrt (bis zum Montag, 31. Juli, gegen 4 Uhr).

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