Kirche

Mehr Katholiken, weniger Protestanten im Norden

Die Kirche Alt-Rahlstedt ist eine der ältesten Kirchen in Norddeutschland

Die Kirche Alt-Rahlstedt ist eine der ältesten Kirchen in Norddeutschland

Foto: Hamburger Abendblatt / Andreas Laible

Evangelisch-Lutherische Kirche im Norden meldet Rückgang um 1,8 Prozent. Dafür gibt es im katholischen Erzbistum Hamburg einen Zuwachs.

Hamburg. Mehr Katholiken, aber weniger Protestanten im Norden: Das ist das Ergebnis der am Freitag veröffentlichten kirchlichen Statistiken für das Jahr 2016. Während die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland einen Rückgang um 1,8 Prozent im Vergleich zu 2015 verzeichnet, gibt es im katholischen Erzbistum Hamburg einen Zuwachs. Ende 2016 lebten in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg 404.520 katholische Christen. Ein Jahr zuvor waren es 401.955.

Viele Ehrenamtliche

Die Zahl der katholischen Kirchenmitglieder ist damit sieben Jahre in Folge gestiegen. Die Nordkirche zählte im Jahr 2015 noch 2,1 Millionen Mitglieder. 2016 waren es 2,06 Millionen Mitglieder. Damit hatten rund 39.000 evangelische Christen ihren Austritt erklärt. Der demographische Wandel beeinflusste die Entwicklung der Kirchenmitgliederzahl in der Nordkirche 2016 am stärksten, hieß es. Als positiv wird in der Nordkirche die hohe Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter bewertet. Sie liegt konstant bei 80.000.