Hamburg

Morddrohung gegen Trepoll – „Wie im schlechten Krimi“

Die Post ging an das Fraktionsbüro von Andre Trepoll

Die Post ging an das Fraktionsbüro von Andre Trepoll

Foto: Roland Magunia / HA

Der CDU-Fraktionschef hat am Montag einen Brief mit brisanter Botschaft erhalten. Wer dahinter steckt, ist noch unklar.

Hamburg.  Briefe und E-Mails, in denen Politiker beschimpft und bepöbelt werden, gehören zum Geschäft der Abgeordneten. Nichts ungewöhnliches, bekommt jeder Mal. Morddrohungen hingegen nehmen sie nicht auf die leichte Schulter. „Da hört der Spaß auf“, sagt der Hamburger CDU-Fraktionschef André Trepoll am Mittwoch dem Abendblatt.

Am frühen Montagmorgen erhielt der 39-Jährige einen Brief mit brisantem Inhalt, adressiert an sein Fraktionsbüro im Rathaus. „Meine Mitarbeiterin hat das Kuvert geöffnet und mich sofort informiert. Auf einem weißen Blatt Papier stand die Botschaft: "Heute Verbrecher, morgen tot." „Die einzelnen Buchstaben der vier Worte waren aus Zeitungen ausgeschnitten – wie in einem schlechten Krimi“, sagt Trepoll.

„Das muss man sich nicht gefallen lassen“

„Wir haben sofort die Polizei informiert, die den Brief abgeholt hat, und Anzeige erstattet“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende. „Das muss man sich nicht gefallen lassen.“ Es habe auch einen Absender auf dem Umschlag gegeben. Aber ob dieser stimme, sei natürlich sehr zweifelhaft, sagt Trepoll.

Wer hinter der Morddrohung steckt und ob es möglicherweise mit Trepolls Forderung, die Rote Flora im Schanzenviertel zu schließen, zu tun hat, kann auch der 39-Jährige nicht beantworten. „Aber da es in Hamburg in der Vergangenheit bereits mehrfach Anschläge auf Privatwohnungen und Autos von Politikern gegeben hat, ist man sensibilisiert“, sagt er. Einen konkreten Hintergrund zu der Morddrohung gegen sich könne er jedoch nicht ausmachen.