Harburg

Soko „Schwarzer Block“ erhält immer mehr Hinweise

Harburg. In der ehemaligen Gefangenensammelstelle an der Schlachthofstraße laufen die Vorbereitungen für die Soko „Schwarzer Block“ auf Hochtouren. Demnächst sollen dort 170 Beamte ihre Ermittlungen aufnehmen, um die Krawallmacher zu identifizieren, die bei den Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel dabei waren. Kern der Ermittlungen sind Unmengen von Videos und Fotos, die von der Polizei im Einsatz, aber auch von zahlreichen Zeugen mit ihren Handys aufgenommen wurden. Zudem hat die Polizei auch Videomaterial aus Überwachungskameras sichergestellt. Darunter sind umfangreiche Aufnahmen aus den Kameras, die in Fahrzeugen des Nahverkehrs und in Bahnhöfen installiert sind. Gerade solche Bilder bieten die Chance, die bei den Ausschreitungen oft vermummten Randalierer vor den Taten noch unmaskiert zu sehen.

„Wir bekommen weiter zahlreiche Dateien, die bei uns hochgeladen werden“, sagt ein Polizeisprecher. Dazu machen auch viele Zeugen der Geschehnisse bei der Polizei Aussagen. Anlaufpunkt sind dabei auch die Infomobile, die am Neuen Pferdemarkt in der Sternschanze und an der Großen Bergstraße in Altona noch bis zum Ende der Woche vor Ort und täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet sind. Dort hatte es die schlimmsten Ausschreitungen gegeben.

Wie viele Hinweise und wie viele Foto- und Videodateien bereits bei der Polizei eingegangen sind, konnte der Polizeisprecher nicht sagen. „Die Zahl erhöht sich ständig.“

Die Arbeit der Soko „Schwarzer Block“, die von Kriminaldirektor Jan Hieber geleitet wird, dürfte sich vermutlich über mehrere Monate hinziehen. Allein die Sichtung des sichergestellten Videomaterials durch die dafür vorgesehenen 40 Auswerter wird mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Die Polizei hat unter der Internetadresse
https://hh.hinweisportal.de ein Hinweisportal eingerichtet. Zudem können unter der Rufnummer 4286-56789 Hinweise abgegeben werden.