Hamburg

Wichtige A7-Auffahrten bleiben wochenlang gesperrt

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Oliver Schirg
In Schnelsen wird in Richtung Süden die Zufahrt zur A7 bis Ende 2018 nicht möglich sein.

In Schnelsen wird in Richtung Süden die Zufahrt zur A7 bis Ende 2018 nicht möglich sein.

Foto: Markus Scholz / picture alliance / dpa

Wer vom Norden kommt, kann in Schnelsen und am Volkspark nicht auffahren. Auch A23 von weiteren Bauarbeiten betroffen.

Hamburg. Autofahrer, die in den kommenden Wochen die A 7 benutzen wollen, müssen mit weiterem Ungemach rechnen. Am Volkspark und in Schnelsen wird wegen Bauarbeiten für eine längere Zeit die Auffahrt auf die Verkehrsstraße in Richtung Süden nicht möglich sein. Zudem wird ein Teil der Fahrbahn der A 23 zwischen Eidelstedt und Halstenbek erneuert. Pendler, die nach Hamburg unterwegs seien, müssten mit Staus rechnen, sagte Hamburgs Verkehrskoordinator Christian Merl gestern.

Die Sperrung der Auffahrt in Schnelsen wird am Montag beginnen und bis Ende 2018 dauern. Der Grund: Am Eingang zum Lärmschutztunnel sind Bauarbeiten notwendig. Es müssen Lärmschutzwände errichtet werden. Da wegen der Bauarbeiten der Platz für eine Auffahrt in den Tunnel hinein zu knapp bemessen sei, habe man sich aus Gründen der Verkehrssicherheit für die Sperrung entschieden.

Vier Kreuzungen wurden für die Umleitung umgebaut

Merl verwies auf die ausgeschilderte Umleitungsstrecke über die Bundesstraße 4. Damit der Verkehr auf dieser Strecke komplikationslos fließen könne, seien vier Kreuzungen ausgebaut worden. „Zudem wurden die Ampelschaltungen angepasst, dass für den Durchgangsverkehr freie Fahrt möglich wird.“

Am Volkspark wird die Auf- und Abfahrt in südliche Richtung vom 24. Juli bis 24. August dicht gemacht. In der Zeit würden die Rampe erneuert und Entwässerungsanlagen gebaut. In diesem Zusammenhang berichtete Bernd Hoffmann vom Unternehmen Deges, dass die Erneuerung der Langenfelder Brücke nach Zeitplan verlaufe. Derzeit würde der westliche Teil des Bauwerks abgebrochen und die Stahlkonstruktion der neuen Brücke installiert.

Zugverkehr darf nicht unterbrochen werden

Die rund 400 Meter lange Autobahnbrücke führt in Stellingen in einem Halbbogen über 17 Bahngleise. Da die Bahn darauf besteht, dass der Zugverkehr nicht unterbrochen werden darf, können wichtige Bauarbeiten nur nachts erfolgen. „Wir haben jede Nacht dreineinhalb Stunden Sperrzeit“, sagte Hoffmann. Im Durchschnitt werde die Brückenkonstruktion pro Nacht 3,67 Meter verschoben, damit sie neben den Gleisen abgebrochen werden könne.

Nachdem die A 23 in Richtung Hamburg bereits im vergangenen Jahr eine neue Asphaltdecke bekam, sind jetzt die Fahrspuren in Richtung Pinneberg/Heide dran. Die Arbeiten starten am 21. Juli und dauern bis 26. August, sagte Merl. Um einen Rückstau von Fahrzeugen auf die A 7 zu vermeiden, werden während der Bauzeit die beiden Fahrspuren in Richtung Pinneberg/Heide offengehalten. In Richtung Hamburg wird hingegen nur eine Fahrbahn befahrbar sein. Schleswig-Holstein nutze bewusst die Ferienzeit, sagte Merl. „Dann werden weniger Pendler unterwegs sein.“ Dennoch sei in den starken Verkehrszeiten mit Staus zu rechnen.

Erste Tunnelröhre Schnelsen wird etwas später fertig

Kai Oliver Henze, Projektmanager des Lärmschutztunnels Schnelsen, räumte ein, dass die Fertigstellung der ersten Röhre des Lärmschutztunnels in Schnelsen sich um einige Monate verzögern wird. Ursprünglich sollte die Verkehrsfreigabe im Herbst dieses Jahres erfolgen. „Wir gehen davon aus, dass die erste Röhre im ersten Quartal 2018 fertig sein wird.“

Gründe seien Verzögerungen bei der Tunnelgründung am Anfang der Bauarbeiten. Zudem sei die Elektronik komplex. So würden alle Lärmschutztunnel von der Leitzentrale am Elbtunnel aus gesteuert. „Die Abstimmungsarbeiten mit den Behörden dauerten länger als geplant.“ Allerdings leiste man viel Vorarbeit. „Erfahrungen, die wir in Schnelsen machen, können wir in Stellingen und Bahrenfeld gut nutzen.“

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