Hamburg

Auszeichnung für Erforschung des „Wundermaterials“ Graphen

Hamburg. Ihre Forschungen könnten zu effizienteren Akkus und Katalysatoren führen: Die Chemiker Xinliang Feng von der Technischen Universität Dresden und Klaus Müllen vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz erhalten den Hamburger Wissenschaftspreis 2017, wie die Akademie der Wissenschaften in Hamburg am Montag mitteilte. Die Wissenschaftler hätten „wegweisende Forschungsergebnisse“ zu Graphenen erzielt.

Graphen besteht aus nur einer Lage von Kohlenstoffatomen und gilt seit seiner Entdeckung 2004 als „Wundermaterial“. Es ist eine Million Mal dünner als ein Blatt Papier, zugfester als Stahl, außerdem flexibel und extrem leitfähig für Strom und Wärme.

Der alle zwei Jahre vergebene und mit 100.000 Euro dotierte Preis wird gestiftet von der Hamburgischen Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur Helmut und Hannelore Greve. Die Preisverleihung findet am 17. November im Rathaus unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) statt.

„Unsere Zukunftsfähigkeit hängt wesentlich von der Kombination exzellenter Grundlagenforschung und schnellem Transfer in innovative Anwendungen ab“, sagte Scholz. „Dem stets steigenden Energiebedarf müssen wir steigende Energieeffizienz entgegensetzen.“