Stillhorn

Massenkarambolage auf der A1 – Mann wird schwer verletzt

Fünf Autos und zwei Motorräder waren auf der Autobahn 1 ineinandergekracht

Fünf Autos und zwei Motorräder waren auf der Autobahn 1 ineinandergekracht

Foto: André Zand-Vakili

Autofahrer bremst zu spät. Weitere Pkw und Motorräder fahren auf. Schaulustige behindern Retter. Zehn Kilometer Stau.

Hamburg.  Den Einsatzkräften der Feuerwehr bot sich ein großes Trümmerfeld: Bei einer Massenkarambolage auf der A1 Richtung Norden – auf Höhe der Raststätte Stillhorn – sind am Donnerstagmorgen fünf Autos und zwei Motorräder ineinander gekracht. Bei dem Unfall wurde nach Angaben der Feuerwehr ein 55-Jähriger schwer verletzt. Eine weitere Person wurde leicht verletzt.

Die Massenkarambolage ereignete sich gegen kurz vor 10 Uhr. Ein Autofahrer habe verkehrsbedingt abbremsen müssen, sagte ein Polizeisprecher dem Abendblatt. Offenbar konnte er jedoch nicht rechtzeitig das Tempo drosseln und fuhr auf seinen Vordermann. Daraufhin fuhren vier weitere Pkw und zwei Motorräder ineinander.

Schaulustige behindern Rettungskräfte

Für die Rettungs- und Aufräumarbeiten musste die A1 Richtung Norden voll gesperrt werden. Zudem musste der Rettungshubschrauber „Christoph 29“ mit einem Notarzt vor Ort landen. Dieser begleitete den schwer verletzten 55-Jährigen in einem Rettungswagen in ein Krankenhaus. „Der Mann erlitt eine Oberschenkelfraktur“, so ein Feuerwehrsprecher.

Auslaufende Kraftstoffe mussten abgestreut und die beteiligten Fahrzeuge gesichert werden. Abschließend wurde die Einsatzstelle der Polizei übergeben. Erschreckend: Nach Angaben der Polizei haben Schaulustige erneut die Rettungsfahrzeuge vor Ort behindert. „Auch auf der Gegenfahrbahn bremsten Schaulustige ab, um sich den Unfall anzusehen“, sagte ein Polizeisprecher.

Kurzurlauber müssen auf der A1 Geduld haben

Um 10.47 Uhr konnte die linke Fahrspur Richtung Norden wieder freigegeben werden. „Dort staut sich der Verkehr momentan auf einer Länge von zehn Kilometern“, teilte die Verkehrsleitzentrale am Donnerstagmittag mit. Auch auf der Gegenfahrbahn komme es ebenfalls immer wieder zu Staus von ein bis zwei Kilometer Länge.

Auch nachdem am späteren Mittag alle Spuren wieder befahrbar waren, mussten die Autofahrer Geduld haben. "Ab dem Maschener Kreuz haben wir zur Zeit noch acht Kilometer Stau", so die Auskunft der Verkehrsleitzentrale um 13 Uhr. "Aber es wird besser." Am frühen Nachmittag rollte der Verkehr wieder. Zügig durchfahren Richtung Norden können die Autofahrer jedoch nicht. Im Bereich Stapelfeldt stockt es wieder. Grund ist eine Baustelle.