Einzelhandel

Schuhkette Görtz wieder auf Erfolgskurs – zehn neue Filialen

Die Schuhkette Görtz will expandieren

Die Schuhkette Görtz will expandieren

Foto: imago/ Waldmüller

2016 hat das Hamburger Unternehmen wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der vorsichtige Expansionskurs soll fortgeführt werden.

Hamburg.  Der Hamburger Schuhfilialist Görtz ist offensichtlich wieder auf Erfolgskurs. Nach schwierigen Jahren meldet der Händler für 2016 schwarze Zahlen. Görtz habe sich gegen den Trend in der Branche behauptet und könne eine positive Entwicklung verzeichnen, teilte das Familienunternehmen am Dienstag mit. Durch die immer stärkere Verzahnung von Online- und Stationärgeschäft sowie den Ausbau des Filialnetzes habe sich das Unternehmen den schwierigen Marktbedingungen erfolgreich stellen können. Über die Präsenz auf Social-Media-Kanälen versucht Görtz vor allem junge Leute gezielt anzusprechen. Konkrete Zahlen zu Umsatz und Gewinn wurden nicht genannt.

2017 werden zehn neue Filialen eröffnet

Bereits im vergangenen Jahr hatten die beiden Geschäftsführer Frank Revermann und Stephan Tendam einen vorsichtigen Expansionskurs eingeleitet. 2016 waren sechs neue Filialen eröffnet worden. In diesem Jahr sollen zehn weitere folgen. In Koblenz, Mainz und Neunkirchen machte Görtz den Anfang und stärkte damit seine Präsenz im süddeutschen Raum. Als Nächstes soll Düsseldorf folgen, zudem steht ein großer Filialumzug auf dem Kurfürstendamm in Berlin bevor. Der Expansionskurs solle fortgeführt werden, hieß es. Den Angaben zufolge laufen Gespräche über weitere Filialen. Derzeit ist Görtz mit 3200 Beschäftigten an 160 Standorten vertreten, 15 davon in Hamburg.

Die Schuhkette war vor einigen Jahren in eine finanzielle Schieflage geraten. 2014 war der Investor Afinum mit 40 Prozent als Teilhaber eingestiegen. Inzwischen hat der Händler eine Phase mit Restrukturierung und Kostensenkungen hinter sich. Auch defizitäre Standorte wurden geschlossen. Die Familie ist mit Firmenpatriarch Ludwig Görtz im Verwaltungsrat vertreten.