Hamburg

Daimler wird Partner von Hamburg

Ähnlich wie mit BMW ist eine Kooperation für E-Autos und Carsharing geplant

Hamburg. Die Vereinbarung mit BMW war erst gut einen Tag alt, als der Hamburger Senat am Donnerstag schon den nächsten Schritt ankündigte: Am 19. Mai werde im Rathaus eine „strategische Partnerschaft“ mit der Daimler AG besiegelt. Während sich BMW in dem Papier vom Mittwoch verpflichtet, die Hamburger Flotte seiner Carsharing-Tochter DriveNow – insgesamt 550 Fahrzeuge – bis 2019 auf Elektroantriebe umzustellen, und die Stadt im Gegenzug die Zahl der Ladesäulen auf 1150 steigern will, soll die Vereinbarung mit dem großen Konkurrenten aus Stuttgart noch weiter gehen.

Die strategische Partnerschaft mit Daimler werde „Kooperationsprojekte in den Bereichen Elektromobilität, Carsharing, Brennstoffzellen-Infrastruktur, digitale Mobilitätsplattformen, Elektro-Busse und Elektro-Transporter“ umfassen, kündigte der Senat an. Dabei gehe es um nichts weniger als ein „ganzheitliches Mobilitätskonzept für Hamburg“. Unterzeichnen werden die Vereinbarung Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Klaus Entenmann, Vorstandsvorsitzender der Daimler Financial Services AG.

Ähnlich wie BMW, das bei DriveNow mit dem Autovermieter Sixt kooperiert, betreibt Daimler gemeinsam mit Europcar den Carsharing-Anbieter Car2go. Vermutlich wird die Vereinbarung zwischen der Stadt und Daimler auch die umweltfreundliche Ausrichtung der Car2go-Flotte in Hamburg betreffen.

Im Bundesrat setzt sich Hamburg an diesem Freitag zusammen mit anderen Ländern dafür ein, die Nutzung von Elektrofahrzeugen zu erleichtern. Während es bislang kaum möglich ist, mit einem E-Auto von einer Stadt in eine andere zu fahren, weil jeweils unterschiedliche Bedingungen für die Abnahme des Ladestroms herrschen, soll das nun mittels einer neuen „Ladesäulenverordnung“ vereinheitlicht werden.