Altstadt

Taxi-Unfall am Ballindamm – Opfer außer Lebensgefahr

Nach dem verheerenden Unfall gibt es jetzt eine gute Nachricht: Der bei dem Zusammenstoß verletzte zweite Fahrgast ist ansprechbar.

Hamburg.  Ein Toter, drei Verletzte, zwei völlig zerstörte Taxis – nach dem verheerenden Unfall am Ballindamm gibt es endlich eine gute Nachricht: Ein bei dem Zusammenstoß verletzter Fahrgast schwebt nach Angaben der Polizei nicht mehr in Lebensgefahr. Der 25-Jährige hatte unter anderem Gehirnblutungen erlitten und wird derzeit im Bundeswehrkrankenhaus behandelt. „Der Mann ist ansprechbar, aber noch nicht vernehmungsfähig“, sagte Polizeisprecher Florian Abbenseth.

Der 25-Jährige, der in der Bar Ciu am Ballindamm arbeitet, war am vergangenen Donnerstagmorgen, kurz nach Feierabend, zusammen mit einem 22 Jahre alten Kollegen in ein Taxi gestiegen. Nach wenigen Metern raste auf Höhe Glockengießerwall ein 24 Jahre alter, polizeibekannter Litauer mit einem gestohlenen Taxi – einem Mercedes E-Klasse-Kombi – in den Mercedes Vito. Bei der Kollision starb der 22 Jahre alte Barkeeper des Lokals, sein Kollege erlitt schwerste Verletzungen. Mehrere Tage stand das Leben des 25-Jährigen auf Messers Schneide – bis jetzt.

Der Taxidieb liegt ebenfalls im Krankenhaus

Ebenfalls im Krankenhaus, von Polizisten bewacht, liegt der schwer verletzte 24 Jahre alte Taxidieb. Er hatte den an der Krausestraße abgestellten Kombi gegen vier Uhr morgens gestohlen. Weil er Schlangenlinien fuhr, schöpfte ein Polizist Verdacht und alarmierte seine Kollegen. Auf der Flucht vor einem Streifenwagen raste der Taxidieb dann quer durch die Stadt, bevor er am Ballindamm die Kontrolle über das Auto verlor und mit dem Vito kollidierte. Gegen ihn ist Haftbefehl erlassen worden. „Wir ermitteln wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung“, so Abbenseth. Die Untersuchungen an den zerstörten Autos sei noch nicht abgeschlossen. Auch zur Frage, ob der Taxidieb zur Tatzeit alkoholisiert war oder unter dem Einfluss von Drogen stand, gebe es noch keinen Befund.