Hamburg

Vermisster Stehpaddler tot gefunden

Hamburger Marketing-Manager war Ostern auf dem Neuklostersee verschwunden

Hamburg. Drei Wochen nach seinem Verschwinden auf dem Neuklostersee im Landkreis Nordwestmecklenburg ist der Stehpaddler aus Hamburg tot aufgefunden worden. Spaziergänger fanden die Leiche des Marketing-Managers Lars K. bereits am Wochenende an der Badestelle Nakenstorf, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Wie berichtet, war der 50-Jährige am Ostersonnabend trotz Sturms und ohne wärmende Kleidung auf den drei Kilometer langen See hinausgepaddelt. Eine Frau sah, wie der Urlauber plötzlich ins Wasser fiel und verschwand. Helfer hatten bei Windböen bis Stärke neun nur noch das Paddel und das Brett bergen können. Eine aufwendige Such­aktion mit Booten, Suchhunden und Hubschrauber nach dem Mann war erfolglos geblieben. Der Neuklostersee ist im Gegensatz zu anderen Gewässern eher trüb.

Angehörige waren bereits von Todesfall ausgegangen

Die Angehörigen waren bereits wenige Tage nach dem Verschwinden an die Öffentlichkeit gegangen und hatten erklärt, dass sie von einem Todesfall ausgingen und kaum noch Hoffnung auf ein Lebenszeichen des Marketing-Managers hätten.

Lars K. war mit seiner Lebensgefährtin über Ostern zur Erholung an den Neuklostersee gereist – Stand-up-Paddling war sein Lieblingssport. „Lars war so positiver Stimmung, wir waren gerade sehr glücklich miteinander“, sagte seine Lebensgefährtin Michaela, die sich zur Unglückszeit im Hotel aufgehalten hatte, wenige Tage nach dem Verschwinden.

Der dreifache Familienvater Lars K., der in Harvestehude wohnte, sei beruflich bei einem großen Unternehmen in Hamburg erfolgreich, bei Freunden und Kollegen beliebt und mit seinem Leben zufrieden gewesen, ließ die Familie damals mitteilen.