Nivea-Anbieter

Beiersdorf wächst zum Jahresbeginn überraschend kräftig

Der Vorstandsvorsitzende der Beiersdorf AG, Stefan Heidenreich

Der Vorstandsvorsitzende der Beiersdorf AG, Stefan Heidenreich

Foto: Sina Schuldt / dpa

Kosmetikkonzern freut sich über gute Geschäfte in den USA und mit Tesa. Umsatz soll im laufenden Jahr um bis zu vier Prozent steigen.

Hamburg.  Beiersdorf ist zu Jahresbeginn überraschend kräftig gewachsen. Der Hamburger Nivea-Konzern steigerte den Umsatz in den ersten drei Monaten organisch um knapp fünf Prozent auf 1,8 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen von Analysen. Von Reuters befragte Experten hatten im Schnitt mit 1,77 Milliarden Euro gerechnet.

"Beiersdorf hat sein Wachstum weiter beschleunigt und im ersten Quartal 2017 erneut kräftig zugelegt und substanzielle Marktanteile hinzugewonnen", sagte Konzernchef Stefan Heidenreich am Donnerstag. Sowohl die Kosmetiksparte als auch die Klebstofftochter Tesa verbesserten sich. Für Tesa hob das Management die Prognose an. Während die Sparte Consumer mit Marken wie Nivea, Eucerin, Hansaplast und La Prairie ihre Erlöse in den ersten drei Monaten ohne Wechselkurseffekte um drei Prozent steigerte, legte Tesa organisch um 13,5 Prozent zu.

Umsatzplus in Amerika von vier Prozent

In Europa steigerte sich Beiersdorf im Kosmetikgeschäft um 2,4 Prozent, in Amerika um vier Prozent und in der Region Afrika/Asien/Australien um 3,5 Prozent. Weltweit habe das Unternehmen Marktanteile hinzugewonnen. Die Prognose für die Kosmetiksparte bekräftigte das Management. Demnach soll der Umsatz im laufenden Jahr um drei bis vier Prozent steigen.

Die operative Rendite (Ebit-Marge) soll die 14,8 Prozent des vergangenen Jahres leicht übertreffen. Für die Tochter Tesa erhöhte der Vorstand die Vorhersage: Die Klebstofftochter soll ihren Umsatz um vier bis fünf Prozent steigern und plant nun eine Rendite auf Vorjahreshöhe.

Bisher hatte Beiersdorf für Tesa das Wachstum bei drei und vier Prozent angesetzt und eine operativen Rendite unter dem Vorjahreswert (16,2 Prozent) in Aussicht gestellt. Der Konzern peilt unverändert ein Umsatzplus zwischen drei und vier Prozent sowie eine etwas höhere Marge an (Vorjahr 15 Prozent).