Studie

Jeder dritte Hamburger genervt vom Verkehrslärm

Autos, Motorräder und Lkw stören am meisten. Neue Studie zeigt: Hamburger klagen mehr über Kindergeschrei als über Fluglärm.

Hamburg. Gute Einkaufsmöglichkeiten und eine gute Verkehrsanbindung gehören zu den großen Wünschen der Wohnungssuchenden. Jeder dritte Befragte ärgert sich aber über die Schattenseiten – Verkehrslärm in seiner Wohngegend. Das hat eine Studie des Immobilienfinanzierers Interhyp ergeben, für die 2100 Bewohner aus Hamburg, Berlin, München, Frankfurt, Stuttgart, Köln und Leipzig sowie 50 Architekten befragt wurden.

In Hamburg fühlen sich demnach 33 Prozent der Befragten von Straßenlärm durch Autos, Motorräder und Lastwagen gestört. An zweiter Stelle folgt der Lärm durch Gartenarbeit, beispielsweise beim Einsatz von Rasenmähern oder Laubsaugern und Laubbläsern (18 Prozent). Für Unmut sorgen außerdem Lärm durch spielende Kinder (17 Prozent), Baulärm (16 Prozent), Partylärm (14 Prozent), Hundegebell (13 Prozent) und Fluglärm (12 Prozent). Von Babygeschrei, Nachbarn, Sportplätzen fühlen sich die Hamburger dagegen kaum gestört. 26 Prozent der Befragten betonen zudem, in ihrer Wohngegend gebe es keinen störenden Lärm.

Nur 14 Prozent würden wegen Lärmbelästigung umziehen

Nur selten sei Lärm aus der Umgebung aber auch ein Grund umzuziehen, so die Studie. Bundesweit würden nur 19 Prozent der Befragten wegen Lärmbelästigung umziehen. In Hamburg, wo es besonders schwer ist, eine neue Wohnung zu finden, liegt die Quote mit 14 Prozent etwas niedriger.