Sexualdelikt

Betrunkener vergeht sich an Mädchen – in der AK St. Georg

29-jähriger Verdächtiger war wegen Trunkenheit in der Notaufnahme. Er drang in die Station ein, auf der die 15-Jährige schlief.

Ein 29 Jahre alter Mann ist in eine Station des AK St. Georg eingedrungen und hat ein 15 Jahre altes Mädchen im Krankenbett sexuell belästigt. Der Verdächtige sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Er befinde sich inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Tat bereits am Wochenende. Der Mann war derart betrunken, dass er in der Nacht zu Sonnabend mit einem Rettungswagen in die Notaufnahme des Krankenhauses gebracht werden musste. Als das medizinische Personal nicht genau hinschaute, verließ er die Notaufnahme und verschaffte sich Zutritt zu einer anderen Station, wo er zunächst in das Patientenzimmer einer 57 Jahre alten Frau ging. „Die Frau wachte allerdings auf und konnte den 29-Jährigen dazu bewegen, ihr Zimmer wieder zu verlassen“, sagte Polizeisprecher Ulf Wundrack.

Verdächtiger wurde mangels Haftgründen entlassen

Danach ging er in das Zimmer der schlafenden 15-Jährigen und nahm an dem Mädchen, so die Polizei, „sexuelle Handlungen“ vor. Nach Abendblatt-Informationen küsste er das Mädchen und legte sich auf sie. Die 15-Jährige schrie allerdings laut um Hilfe, sodass der Täter von ihr abließ und flüchtete. Er konnte kurz darauf vom Wachdienst bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Die Beamten nahmen ihn vorläufig fest. Wundrack: „Der Mann wurde nach erfolgter erkennungsdienstlicher Behandlung mangels Haftgründen wieder entlassen.“

Es war bereits das dritte Sexualdelikt in einem Krankenhaus oder in der Nähe davon. Anfang Januar war im Lohmühlenpark am AK St. Georg eine 28 Jahre alte Krankenschwester von fünf Männern missbraucht worden. Im März war eine 35 Jahre alte Klinikmitarbeiterin nahe des Parkhauses am AK Altona vergewaltigt worden. In beiden Fällen hatten die Sextäter ihre Opfer mit Hilferufen in eine Falle gelockt. Bisher hat die Polizei die Täter, trotz öffentlicher Zeugenaufrufe, nicht fassen können.