Krankenkasse

Immer mehr junge Hamburger leiden an Kopfschmerzen

Es gibt etwa 250 Arten von Kopfschmerzen

Es gibt etwa 250 Arten von Kopfschmerzen

Foto: imago/uig

Innerhalb von zehn Jahren ist die Zahl der Betroffenen um 42 Prozent gestiegen. Erstaunlich: Schwangere haben seltener Probleme.

Hamburg. Junge Erwachsene leiden immer häufiger an Kopfschmerzen, bei Kindern dagegen ist die Zahl der Betroffenen rückläufig. Das geht aus dem aktueller Barmer Arztreport hervor. Während die Kopfschmerzdiagnosen von 2005 bis 2015 bei den Drei- bis Zwölfjährigen um 35 Prozent gesunken sind, stiegen die Zahlen bei den 18- bis 27-Jährigen um 42 Prozent. "Hier könnte zunehmender Druck in Schule und Ausbildung ein Grund sein", sagt Frank Liedtke, Landesgeschäftsführer der Barmer in Hamburg.

365.000.mal sei in Hamburg im Jahr 2015 eine Kopfschmerzdiagnose gestellt worden. „Auch wenn die Anzahl der Kopfschmerzdiagnosen nicht eins zu eins die Anzahl der Patienten abbildet, weil einzelne Patienten mehrere unterschiedliche Kopfschmerzdiagnosen aufweisen können, so dürfte die Dunkelziffer deutlich höher liegen“, vermutet Liedtke. In Hamburg gibt es nach Angaben der Barmer 78.000 Migränepatienten.

Schwangere haben seltener Kopfschmerzen

Auffällig ist, das schwangere Frauen deutlich seltener als Frauen aus der Vergleichsgruppe an Kopfschmerzen leiden. "Zum einen ließe sich vermuten, dass Frauen mit Kopfschmerzen seltener schwanger werden, zum anderen könnten Schwangerschaften zur Reduktion von Kopfschmerzen führen“, sagt der Barmer-Geschäftsführer.

Der Report zeigt, dass zwar mehr Frauen als Männer von Kopfschmerzen betroffen sind, die Steigerungsrate ist aber bei beiden Geschlechtern ähnlich hoch.