Hamburg

Die Katze gibt sich die Kugel

Sie gilt als Inbegriff von Symmetrie und Eleganz, einfach perfekt: die Kugel. Als Christbaumschmuck erfreut sie uns zu Weihnachten, beim Bäcker, angereichert mit einer Menge leckerer Zutaten, als Rumkugel, in der Waffel im Sommer als Eis. Da die Kugel zudem den Vorteil hat, viel Masse auf kompaktem Raum zu bieten, ist sie auch die ideale Wahl, um zum Beispiel Hackbällchen zu formen. Diese Fleischspeise erfreut sich bei unserer Familie großer Beliebtheit. Auch beim vierbeinigen Teil derselben, sprich: den Katzen, für die wir gern auch mal ein paar kleine Häppchen abzweigen.

Wie wir aus zahlreichen Sportarten wissen, rollen Kugeln, wenn man sie anstupst. Was etwa beim Fußball Vorteile bietet, stellt für unsere Katze Ronja ein kaum zu überwindendes Hindernis dar. Im Gegensatz zu ihrem Bruder Mattis, der die Bällchen gnadenlos mit einem Happs niedermacht, ist sie stets bemüht, sich das Hack genussvoll durch Schlecken oder Abbeißen einzuverleiben. Doch ihren hoffnungsfrohen Annäherungsversuchen entziehen sich die Bällchen durch Wegrollen. Um die wachsende Frustration des Schnurrers zu beenden, sind wir dazu übergegangen, das Hack zu kleinen Pyramiden zu formen. Wie uns die ägyptische Geschichte lehrt, neigen diese nicht zum Wegrollen. Ronja weiß das zu schätzen. Sie frisst genüsslich – und schiebt anschließend, ganz nach Katzenart, eine ruhige Kugel.