Verkehr

Glück für Marathon-Besucher: A7-Sperrung verschoben

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Der Marathon lockt jedes Jahr Hunderttausende Besucher nach Hamburg

Der Marathon lockt jedes Jahr Hunderttausende Besucher nach Hamburg

Foto: Haspa Marathon Hamburg

Bauarbeiten fallen erneut aus. Die Verkehrsbehörde hatte vor erheblichen Behinderungen gewarnt. Mit Stau ist dennoch zu rechnen.

Hamburg. Gute Nachrichten für alle Besucher des Marathons und Autofahrer, die am Wochenende aus Richtung Süden über die A7 nach Hamburg kommen wollen: Die Verkehrsbehörde hat am Freitagmittag kurzfristig die Bauarbeiten auf der A7 und die damit verbundene Sperrung abgesagt. „Das Bauunternehmen hat aufgrund des zu erwartenden Regenwetters mitgeteilt, dass die Arbeiten nicht ausgeführt werden können“, heißt es in der Eilmeldung der Behörde.

Damit werden bereits zum zweiten Mal die Bauarbeiten auf der Autobahn zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Heimfeld und Hamburg-Moorburg verschoben. Ursprünglich sollte die beschädigte Fahrbahn am Wochenende 7. bis 9. April in Ordnung gebracht werden. Daraus wurde jedoch nichts – wegen des Osterferienverkehrs. Nun wollte der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer ab dem heutigen Freitag, 20 Uhr, bis Montag, 5 Uhr, auf der A7 in Richtung Flensburg Schäden auf der Fahrbahn beheben.

Einen Ersatztermin gibt es noch nicht

Die Verkehrsbehörde hatte Besucher des Marathons und auch Fußballfans, die am Sonnabend zum HSV-Heimspiel wollen, bereits darum gebeten, „frühzeitig anzureisen oder auf den ÖPNV umzusteigen“. Ebenso wie die Polizei befürchtete die Behörde „erheblichen Beeinträchtigungen“, da nur eine Spur befahrbar sei.

Am Freitagmittag nun die Entwarnung: Das wechselhafte Aprilwetter, das auch viel Regen im Gepäck hat, sorgt dafür, dass die Arbeiten auf der A7 erneut verschoben werden. „Der Asphalteinbau braucht trockene Bedingungen, damit dieser ohne Blasenbildung aushärten kann“, teilte die Behörde mit. Einen Ersatztermin gibt es noch nicht.

Viele Straßen in der City gesperrt

Zwar kommen die Menschen aus Richtung Süden nun voraussichtlich problemloser über die A7 nach Hamburg – eng wird es dennoch in der Stadt. Die Polizei rät dringend, U- und S-Bahnen zu nutzen. Denn viele Straßen in der Innenstadt werden für den Verkehr gesperrt.

Die ersten Sperrungen gab es bereits am Donnerstagabend, die meisten jedoch erst am Sonntagmorgen. Über die Rundfunksender informiert die Polizei während der Veranstaltung über die aktuelle Verkehrslage. Zudem richtet die Polizei am Sonnabend von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 8 bis 16 Uhr unter der Nummer 040/428 65 65 65 ein Verkehrsinformationstelefon ein.

Hamburg Marathon 2017
Hamburg Marathon 2017
Video: abendblatt.tv

Mit Staus müssen die Autofahrer ab heute Abend auch rund um den Elbtunnel rechnen: Vom Freitag 20 Uhr an wird die vierte Röhre für etwa eine Woche vollständig gesperrt. In diesem Zeitraum stehen somit je Richtung nur drei Fahrspuren der A7 zur Verfügung. Ortskundige Autofahrer, die den Abschnitt am Marathon-Sonntag über die parallel verlaufene Waltershofer Straße umfahren wollen, werden auch nicht weiter kommen. Hier wird an den vier kommenden Sonntagen ebenfalls die Fahrbahn saniert.

CDU kritisiert "Baustellen-Wirrwarr"

Nach der erneuten Verschiebung der A7-Bauarbeiten übt die CDU-Fraktion massive Kritik: Sie spricht von einem "Baustellen-Wirrwarr" und "rot-grünem Versagen in der Verkehrspolitik". Dennis Thering, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion: „Baustellenplanung ist kein Hexenwerk. Doch selbst an einer verhältnismäßig kleinen Maßnahme wie der Fahrbahnsanierung zwischen Heimfeld und Moorburg verzweifelt dieser Senat und mit ihm Tausende Verkehrsteilnehmer." Die groß angekündigte "Stabstelle für Verkehrs- und Baustellenkoordination" entpuppe sich erneut als wirkungsloser PR-Gag.

"Erst im vergangenen Herbst hatte die desolate Baustellenplanung der Verkehrsbehörde für ein Stauchaos von historischem Ausmaß gesorgt", kritisiert Thering. Die neue Stabsstelle habe diese Situation lediglich verschlimmbessert. Im Hinblick auf die bevorstehenden Großprojekte wie dem Bau des Altonaer A7-Deckels, der Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße oder dem Bau der Hafenquerspange "kann einem nur angst und bange werden“, so der CDU-Verkehrsexperte.

( coe )

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