Bergedorf

Wieder Reizgas an Schule – 13 Kinder im Krankenhaus

Bergedorf. Der letzte Reizgas-Angriff in einer Bergedorfer Schule liegt gerade einmal drei Monate zurück. Am Montagmorgen musste die Feuerwehr erneut mit einem Großaufgebot ausrücken, diesmal betroffen: das Bergedorfer Hansa-Gymnasium an der Hermann-Distel-Straße.

Nach Angaben der Polizei hatten bisher unbekannte Täter im dritten Geschoss der Schule Reizgas versprüht. Eine Lehrerin informierte gegen 9.40 Uhr die Schulverwaltung, die das Gebäude räumen ließ. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot zum Hansa-Gymnasium aus. Im Einsatz waren unter anderem sechs Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge. Laut Polizei klagten 38 Schüler im Alter zwischen elf und 18 Jahren über leichte Atemwegsreizungen. 13 Schüler seien vorsorglich ins Krankenhaus befördert worden. Die Feuerwehr sprach indes von 18 gesichteten und 14 ins Krankenhaus transportierten Kindern. Etwa eine Stunde nachdem Alarm ausgelöst worden war, konnte der Schulbetrieb wieder fortgesetzt werden. Hinweise auf den oder die Täter gibt es noch nicht. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen schwerer Körperverletzung ein.

In den vergangenen Wochen häuften sich Reizgasattacken. Allein in Hamburg musste die Feuerwehr seit Mitte Dezember mindestens neunmal ausrücken, weil vorsätzlich oder unabsichtlich Reizgas freigesetzt worden war. Die Hamburger Feuerwehr war zudem an einem Großeinsatz an der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule in Barsbüttel beteiligt. Vermutlich im Bereich der Pausenhalle war dort am Donnerstag Reizgas versprüht worden. 74 Schüler mussten untersucht werden, sechs von ihnen kamen ins Krankenhaus.

Wie berichtet, fordert die Hamburger CDU ein Verkaufsverbot von Pfefferspray an Kinder unter 14 Jahren. Hintergrund: Wenn Pfefferspray als Tier­abwehrspray gekennzeichnet ist, ist es frei verkäuflich und unterliegt keinen Beschränkungen.