Rotherbaum

Alarm beim Konsulat der Türkei

Brief mit weißem Pulver entdeckt. Ähnliche Funde gab es auch in anderen Städten

Rotherbaum.  Im türkischen Generalkonsulat ist am Montagmorgen ein Brief mit weißem Pulver entdeckt worden. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr wurden umgehend vom Konsulat alarmiert und untersuchten den Inhalt der verdächtigen Sendung. Um einen Anschlag handelte es sich nicht. Die Hamburger Polizei gab Entwarnung: „Es war Vitamin C.“

Parallel war im türkischen Konsulat in Hannover ein Brief mit verdächtigem Pulver gefunden worden. Auch in den Vertretungen in Frankfurt, Mainz und Essen waren derartige Briefe entdeckt worden. Dort kam es zu teils größeren Polizei- und Feuerwehreinsätzen. An keinem der Orte entpuppte sich die Substanz jedoch als gefährlich. Erste Untersuchungen deuteten darauf hin, dass es sich in einigen Fällen – wie in Hamburg auch – um ein Vitamin-C-Präparat handelte.

In den Konsulaten fanden bis Sonntag die Abstimmungen für oder gegen die von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan angestrebte Verfassungsreform in der Türkei statt. Rund die Hälfte der wahlberechtigten Türken in Norddeutschland hat sich an der Abstimmung über die Einführung des umstrittenen Präsidialsystems in der Türkei beteiligt. Bis zum Sonntagabend gaben 50,53 Prozent oder 83.852 Wähler im Generalkonsulat der Türkei in Hamburg ihre Stimme ab. Bundesweit lag die Wahlbeteiligung mit 48,73 Prozent etwas niedriger als im Norden. Insgesamt gaben 696.863 der 1.430.127 in Deutschland registrierten türkischen Wähler ihre Stimme ab.