Neustadt

Entwarnung nach Giftalarm bei Hamburger "Bild-"Zeitung

Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei in der City. Das Pulver rieselte aus einem Umschlag. Auf einem Zettel stand "Sofort 112 rufen".

Hamburg. Ein Umschlag mit einem weißen Pulver hat am heutigen Sonntag bei der "Bild"-Zeitung in der Hamburger City für Unruhe gesorgt. Gegen Mittag alarmierte eine Mitarbeiterin Feuerwehr und Polizei. In einem Brief, der an die Zeitung adressiert war, hatten die "Bild"-Leute das Pulver entdeckt. Auf einem Zettel standen die Worte: "Sofort 112 rufen!" Handelte es sich um das gefährliche Anthrax?

Puderzucker statt Anthrax-Sporen

Mit einem Großaufgebot rückten die Einsatzkräfte an. Spezialisten untersuchten das verdächtige Material. Fünf Menschen waren mit dem Stoff in Berührung gekommen, sie galten als möglicherweise gefährdet. "Doch es stellte sich dann heraus, dass es sich um Puderzucker handelte", sagte ein Polizei-Sprecher.

Anthrax-Anschläge waren unter anderem nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 in den USA verübt worden. Bei Anthrax handelt es sich um gefährliche Milzbrandsporen. Die Erreger können die lebensgefährliche Krankheit verursachen, die zudem schwer zu diagnostizieren ist.

Nach etwa einer Stunde rückten die Einsatzkräfte wieder ab. Die Polizei ermittelt nun, wer hinter dem Fall steht. Konkrete Hinweise dazu liegen unmittelbar nicht vor.