Hamburg

Lufthansa Technik überholt mit MTU Triebwerke

Jumbo-Halle der Lufthansa Technik in Hamburg (Symbolbild)

Jumbo-Halle der Lufthansa Technik in Hamburg (Symbolbild)

Foto: Bodo Marks / dpa

Es sei ein weiterer Schritt auf dem Weg, Partnerschaften mit namhaften Triebwerksherstellern auszubauen.

Hamburg. Lufthansa Technik will mit einem weiteren Triebwerkshersteller ein Gemeinschaftsunternehmen gründen. Der Hamburger Wartungs- und Reparaturspezialist plant, im Jahr 2020 zusammen mit dem Münchner Unternehmen MTU Aero Engines ein Instandhaltungswerk in Betrieb zu nehmen. Die Suche nach einem „global wettbewerbsfähigen Standort innerhalb oder außerhalb Europas“ solle in wenigen Monaten abgeschlossen sein, teilte das Unternehmen mit rund 7500 Beschäftigten in der Hansestadt mit. In den folgenden drei Jahren wollen die Partner insgesamt rund 150 Millionen Euro investieren.

A320neo-Jets sind ein Verkaufsschlager

Am künftigen Standort sollen von gut 500 Beschäftigten jährlich mehr als 300 Getriebefan-Triebwerke der Serie Pratt & Whitney PW1000G instandgesetzt werden. Der Motor wird unter anderem bei der A320neo-Familie genutzt. Die Flugzeuge sind ein Verkaufsschlager. Im Airbus-Auftragsbuch stehen rund 5000 Jets mit den spritsparenden Triebwerken. Entsprechend gelten Wartung und Reparatur des Typs in der Zukunft als lukrativ. MTU ist der führende deutsche Triebwerkshersteller und Programmpartner von Pratt & Whitney.

„Starken Partner gefunden“

Lufthansa-Technik-Chef Johannes Bußmann freute sich, „einen starken Partner gefunden zu haben, mit dem wir unser gemeinsames Unternehmen zum Erfolg führen können“. Es sei ein weiterer Schritt, Partnerschaften mit namhaften Triebwerksherstellern auszubauen. Die Lufthansa-Tochter unterhält seit 2007 einen Kooperationsbetrieb mit Rolls-Royce in Thüringen. Im Dezember 2016 wurde mit dem US-Unternehmen GE Aviation ein Triebwerkswartungszentrum in Polen beschlossen, das 2018 starten soll. In der Hamburger Triebwerksüberholung fallen hingegen in den nächsten Jahren wegen zu hoher Kosten rund 700 Stellen weg.