Barmbek

Studie kostet 50.000 Euro: Gibt es genug Rad-Parkplätze?

Barmbek. Das sogenannte Komponistenviertel in Barmbek soll ein eigenes Parkkonzept für Fahrräder erhalten. Das heißt, zwischen Hamburger Straße und Osterbekkanal soll untersucht werden, welche Abstellmöglichkeiten für Zwei- und Lastenräder wo am besten geeignet sind. So will es ein Antrag der rot-grünen Koalition im Bezirk Nord. Prognostizierte Kosten: 50.000 Euro.

Laut Antrag sei das Komponistenviertel am besten für die Untersuchung durch einen externen Dienstleister geeignet, da es hoch verdichtet ist und wenig privaten Abstellraum für Räder biete. Mit Gastronomie und Einzelhandel sei es ein frequentierter „Zielort“ des Radverkehrs. In der Begründung heißt es, dass ein Konzept für „Radparkbedarfe außerhalb von Schnellbahn-Haltestellen“ bisher fehle. Vor dem Hintergrund des anvisierten Ausbaus des städtischen Radverkehrs müsse aber auch an Abstellmöglichkeiten innerhalb beliebter Quartiere gedacht werden. Vom Bezirk finanziert soll deshalb nun ein Viertel den Anfang machen. „Exemplarisch“, heißt es, solle für einen bestimmten Bereich der bestehende Bedarf für Radstellplätze erfasst und Standorte für „identifiziert“ werden.

Für den CDU-Fraktionschef Christoph Ploß sei diese Untersuchung rausgeworfenes Geld, zumal dadurch kein Stellplatz gebaut werde: „Das ist rot-grüne Ideologie pur!“, schimpft der Bundestagskandidat der Union. „Steuergelder sollten besser für unsere Polizei oder die Sanierung von Straßen, Rad- und Gehwegen ausgegeben werden.“