Prozess

Sex-Angriff an Busstation: Mann erscheint nicht vor Gericht

Die Belästigung der jungen Frau soll der 24-Jährige damit begründet haben, dass sie eine Deutsche sei, die so etwas doch wollen.

Hamburg. Eigentlich sollte sich Anter B. nach einem mutmaßlichen Sex-Angriff auf eine junge Frau wegen Nötigung und Beleidigung vor dem Amtsgericht verantworten – doch der 24-jährige Tunesier erschien zur Verhandlung am Dienstagmorgen nicht. Die Amtsrichterin erließ daraufhin Haftbefehl gegen den Angeklagten.

Die Staatsanwaltschaft wirft Anter B. vor, die junge Frau am 17. August 2016 an einer Bushaltestelle an der Köppenstraße in Groß Borstel zunächst angesprochen, sich dann neben sie gesetzt und sie an Oberschenkel, Gesäß und Brust berührt zu haben. Als die Frau, die gegen 1.20 Uhr auf den Nachtbus wartete, ihn aufforderte, dies zu unterlassen, soll der Angeklagte erwidert haben: Sie sei eine Deutsche, die würden so etwas doch wollen.

Er hielt seinem Opfer ein Messer in den Rücken

Damit endete es nicht. Laut Staatsanwaltschaft soll Anter B. sein Opfer dann am Arm hochgezogen und mit einem Messer bedroht haben. Während er ihr das Messer in den Rücken hielt, soll er sie zu einer nahegelegenen Tankstelle gelotst haben.

Dort soll er vergeblich versucht haben, Bier zu kaufen. Nachdem beide die Tankstelle verlassen hatten, soll Anter B. die Frau aufgefordert haben, mit ihm zu kommen. Dabei hielt er ihr weiterhin das Messer in den Rücken. Der 24-Jährige soll erst von ihr abgelassen haben und geflüchtet sein, als sich ein Freund der jungen Frau näherte.

( dah )

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