Digitalprojekt

Schon Drittklässler sollen programmieren lernen

Julia André (Leiterin des Fokusthemas „Digitale Mündigkeit“ der Körber-Stiftung), Gesche Joost (Digitalbotschafterin der Bundesregierung) und Diana Knodel (App Camps)

Julia André (Leiterin des Fokusthemas „Digitale Mündigkeit“ der Körber-Stiftung), Gesche Joost (Digitalbotschafterin der Bundesregierung) und Diana Knodel (App Camps)

Foto: Körber-Stiftung/Jann Wilken

Schüler sollen nachvollziehen, wie Schaltungen und Sensoren funktionieren. Lehrkräfte und Schulen können sich ab sofort bewerben.

Hamburg. Er kostet nur zehn bis 20 Euro, ist so groß wie eine Handfläche und bietet die Grundfunktionen eines Computers: Mit der Platine „Calliope mini“ sollen schon Drittklässler spielerisch das Programmieren lernen und nachvollziehen, wie Schaltungen und Sensoren funktionieren.

Bald können auch Hamburger Schüler den Kleinstrechner erproben: Die Körber-Stiftung und App Camps, eine Hamburger Initiative für Programmieren im Klassenzimmer, wollen zehn Lehrkräfte von zehn Hamburger Schulen mit je einem Klassensatz des Mini-Computers ausstatten und Unterrichtsmaterial bereitstellen. Interessierte könnten sich ab sofort online auf der Seite www.appcamps.de/calliope bewerben, teilte die Körber-Stiftung am Montag mit. Die Schulungen und der Einsatz im Unterricht beginnen im April.

Entwickelt worden ist der Calliope mini von Gesche Joost, Digitalbotschafterin der Bundesregierung, und Unternehmern. Hinter dem bundesweiten Projekt steht die gemeinnützige Calliope gGmbH. Sponsoren, unter ihnen Google, Microsoft und die Telekom, sollen keine Mitsprachemöglichkeit haben. Geldeinnahmen aus dem kommerziellen Verkauf des Calliope mini sollen laut Satzung der Gesellschaft in die Finanzierung der Firmenziele zurückfließen, um damit weitere Boards und Materialien zu erstellen.